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Biertests KW 11 / 2026

Die vergangene Woche hat uns qualitativ wieder ganz schön überzeugt. Alle Biere waren totale Volltreffer. Im Test hatten wir das Donaugold Festbier vom Deggendorfer Brauhaus, das Fusion IPA von Maisel & Friends und Lervig, ein Red Ale vom Giesinger Bräu und den Wonnesud vom Hönicka Bräu.

Wir wünschen euch einen tollen Wochenstart, viel Spaß beim Lesen unserer Verkostungsberichte und beim stöbern auf unserem Bierblog , sowie ausschließlich tolle Biere in euren Gläsern!

Donaugold Festbier vom Deggendorfer Brauhaus

Endlich ist es soweit! Vorgestellt beim Deggendorfer Donaufest 2025 und seit Ende des Jahres in Flaschenabfüllung erhältlich, fließt nun endlich auch bei und das Donaugold vom Team des Deggendorfer Brauhauses um Robert und Linda Vitti in unser Verkostungsglas! Wie der Name bereits verrät, haben wir ein goldglänzendes Bier im Glas. Verziert wird es von einer schneeweißen, sahnigen Schaumblume. Die hat auch ordentlich Stehvermögen und haftet wundervoll am Glasinnenrand! Der malzbetonte Geruch liefert getreidige, leicht süßliche Aromen in die Nase. Auch der Hopfen kommt nicht zu kurz, eine Spur Gras- und Kräuteraromen ist sekundär klar wahrzunehmen. In den Antrunk starten wir ebenfalls malzig süßlich.

Umso näher wir dem Mittelteil kommen, desto deutlicher schiebt sich der Hopfen in den Vordergrund. Kräuteraromen legen sich auf die Zunge, es entsteht eine Herbe die weder zu stark, noch zu schwach, in der vorhanden Intensität aber sehr förderlich für den Durst ist! Die Malzaromen bleiben zu diesem Zeitpunkt im Hintergrund und kommen erst zum Abgang hin wieder in Fahrt. Das ist natürlich für ein Festbier das ordentlich süffig sein soll, genau der richtige Zeitpunkt. Die sehr milde Rezenz greif der Drinkability zusätzlich unter die Arme! Das Donaugold läuft quasi von alleine runter, am Ende verbleiben Malz und Hopfen in etwas gleichem Maße.

Fazit: Das Donaugold spielt in den aktuell am Bayerischen Markt befindlichen Festbieren definitiv ganz oben mit! Die Aromatik wirkt fast schon perfekt abgestimmt: Antrunk Malzig, Mittelteil Hopfig, rechtzeitig zum Abgang wieder Malzig und am Schluss dann beides! Wirkt fast wie gemalt, alles drin, alles dran, inkl. einer absoluten Empfehlung von uns. Nach weit über 1200 verschiedenen Bierverkostungen, können wir sagen, das „Donaugold“ schiebt sich ordentlich in die Top 50 rein.

Martin, BavarianBeerDudes
BiersorteFestbier
Alkoholgehalt5,5 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (6) / Hopfen (4)
BrauereiDeggendorfer Brauhaus

Fusion IPA von Maisel & Friends und Lervig

Im oberfränkischen Bayreuth, bei unseren Freunden von Maisel & Friends verkosten wir heute das neue Limited, ein Hazy Fusion IPA. Dieses entstand durch ein Collab mit der Brauerei Lervig aus Norwegen. Im Teku-Pokal stellt sich uns ein hefetrübes und milchig bis orangegoldenes Double IPA vor. Gekrönt wird es von einer prächtigen, stabilen, cremigen und schneeweißen Schaumkrone. In der Nase ist es sehr fruchtbetont mit intensiven Aromen nach Mango, Ananas und Maracuja. Dazu gesellen sich Grapefruit, Limette und Zitrusnoten.

Der Antrunk ist saftig und weich mit einen herrlichen cremigen Textur und einer erfrischenden Rezenz. Auch am Gaumen bestimmt der tropische Fruchtkorb die Richtung. Dazu gibt es eine angenehm eingebundene Bittere, die für Balance sorgt. Der Abgang ist mittellang, weiterhin gut fruchtig und leicht bitter. Die tropischen Aromen halten sich noch eine ganze Weile, bis das IPA leicht hopfenherb ausklingt.

Fazit: Hier wurde uns wieder einmal ein klasse Hazy Double IPA eingeschenkt. Es ist sehr zugänglich und aromatisch. Besonders gelungen sind die saftigen Tropenfruchtaromen und das weiche, cremige Mundgefühl. Absolute Empfehlung und Probierpflicht!

Christian, BavarianBeerDudes
BiersorteHazy Double IPA
Alkoholgehalt7,9 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (1,5) / Hefe (3) / Hopfen (5,5)
BrauereiMaisel & Friends, Bayreuth

Giesinger Red Ale

Ein Bierstil, den man in Bayern nicht allzu häufig im Glas hat, ist das Red Ale. Umso spannender ist der Münchner Vertreter aus der Kreativschmiede von Giesinger Bräu. Heute schauen wir uns das Giesinger Red Ale etwas genauer an

Im Glas zeigt sich das Bier in einem tiefen Kupferrot mit leicht kastanienfarbenen Reflexen. Darüber sitzt eine cremige, feinporige Schaumkrone, die sich stabil hält. In der Nase dominieren Karamell, Toffeefee und leichte Röstmalznoten. Dazu gesellen sich nussige Nuancen und ein Hauch rote Beeren, begleitet von einer dezenten hopfigen Frische.Der Antrunk startet weich und malzbetont. Karamell und ernut Toffeefee legen sich auf die Zunge, bevor eine feine Hopfenbittere langsam nach vorne rückt und der Süße Struktur gibt. Der Körper ist mittelkräftig, angenehm rund und wird von einer moderaten Karbonisierung getragen, die für ein sanftes Prickeln sorgt. Im Abgang zeigt sich das Red Ale leicht trocken mit einer angenehmen Bittere und dezenten Röstmalznoten, die noch kurz nachhallen und Lust auf den nächsten Schluck machen. Im Abgang zeigt sich das Red Ale leicht trocken mit einer angenehmen Bittere und dezenten Röstmalznoten, die noch kurz nachhallen und Lust auf den nächsten Schluck machen.

Fazit: Giesinger braut hier einen hervorragenden Vertreter dieses Bierstils. Muss man unbedingt getrunken haben!

Martin, BavarianBeerDudes
BiersorteRed Ale
Alkoholgehalt5,2 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (6) / Hopfen (4)
BrauereiGiesinger Bräu, München

Wonnesud von Hönicka Bräu

Heute steht die Verkostung des Wonnesud, einem dunklen Spezialbier der Hönicka Bräu aus Wunsiedel im oberfränkischen Fichtelgebirge an. Im Willybecher präsentiert er sich uns nahezu blank filtriert und in einem sehr dunklen Kastanienbraun mit leuchtenden rötlichen Reflexen. Gekrönt wird er von einer prächtigen, feinporigen und kaffeebraunen Schaumkrone. In der Nase vernehmen wir süßliche Malzaromen, röstmalzige Noten und ein dezent feine würzige Note.

Der Antrunk ist gut vollmundig und mit einer feinperligen, leicht spritzigen Rezenz ausgestattet. Der Wonnesud besitzt ein tolles, sehr aromatisch ausbalanciertes Mundgefühl und läuft äußerst gut! Unser Gaumen erfreut sich zu Beginn über einen starken malzigen Einstieg, dominiert von Röstmalz, dunkler Schokolade und leicht nussigen Anklängen. Diese süßlichen Komponenten werden von einer leichten Würze im Mittelteil und zum Abgang hin von einer leichten Herbe hervorragend eingebunden! So klingt das dunkle Spezialbier dezent herb aus und macht umgehend Lust auf den nächsten Schluck!

Fazit: Das unserer Meinung nach größte Lob für den Brauer, wenn das Bier sofort Lust auf den nächsten Schluck macht! Dies ist hier in eindrucksvoller Weiße gegeben! Dies bestätigt auch der Gewinn von 3x Gold beim European Beer Star seit 2019! Top Dunkel das Wonnesud, der Name ist Programm! Respekt nach Wunsiedel, top Empfehlung!

Christian, BavarianBeerDudes
BiersorteDunkles
Alkoholgehalt5,4 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (6) / Hopfen (4)
BrauereiHönicka Bräu, Wunsiedel


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