Auch diese Woche waren wieder drei Stark- bzw. Bockbiere in unserer Testreihe mit dabei. Zum Einen der Innovator vom Giesinger Bräu und zum Anderen der Doppelbock vom Winkler, den Abschluss machte das Fassgereifte Chuck’s Barrel vom Apostelbräu. Ein Helles Bier gab’s auch noch, im Glas hatten wir das Gutsbräu Oberhaunstadt Hell von Nordbräu.
Wir wünschen euch einen tollen Wochenstart, viel Spaß beim Lesen unserer Verkostungsberichte und beim stöbern auf unserem Bierblog , sowie ausschließlich tolle Biere in euren Gläsern!
Endlich mal wieder ein Bier vom Rudi im Glas! So kann das Wochenende ja nur genial starten! Vom Apostelbräu in Hauzenberg verkosten wird heute „Chuck’s Barrel“, ein spezielles Starkbier gereift in original Jack Daniels Fässern!
Optisch haben wir ein opalines, Bernsteinfarbenes Bier mit lockerer, feinporiger Schaumkrone im Glas. Das Bukett trumpft mit klaren Karamellnoten auf, dazu unverkennbare holzige und rauchige Röstmalz- sowie Whiskeynoten. Der Antrunk beschert uns zunächst eine Überraschung, legt er uns doch für den Alkoholgehalt von 7,0% einen recht schlanken Körper auf die Zunge. Die Rezenz dazu extrem fein und sanft prickelnd, besonders zum Abgang hin. Zuvor genießen wird jedoch die volle Ladung Aromen am Gaumen! Die Whiskeynoten harmonieren mit einer sanften Malzsüße, spritzigen Zitrusaromen und der Kalthopfung mit drei verschiedenen Sorten, die alles zusammen in eine sanft Bittere einhüllen. Nachwievor schwingen leichte Holaromen mit. Alle Aromen harmonieren wundervoll, am Schluss geht es feinherb runter und es hallt mit feinen Eichenfassnoten aus.
Fazit: Rudi Hirz hätte auch Schreiner werden können, denn ständig auf’s neue legt er uns ein richtiges Brett in’s Glas! So auch beim Chuck’s Barrel. Glasklare Empfehlung für diese tolle Komposition!
Wir sind mal wieder in unserer Landeshauptstadt in München. Hier wird im Werk 2 vom Giesinger Bräu in Lerchenau der Innovator Doppelbock gebraut. In unsere Willybecher fließt ein leicht trüber, dunkel rotbrauner bis kastanienbraun Doppelbock mit leicht rötlich schimmernder Reflexe. Gekrönt wird er von einer prächtigen, cremigen, stabilen und hellbraunen Schaumkrone.
In der Nase dominieren kräftige Röstmalzaromen, begleitet von Karamell, Trockenobst und Kakao. Der Antrunk ist vollmundig, geschmeidig und mit einer zurückhaltenden Rezenz ausgestattet. Am Gaumen zeigt sich alles, was bei einem Bock für Freude sorgt! Röstnoten, Karamell, Honig, Trockenfrüchte wie Rosine und Pflaume, dunkle Schokolade und zur Abrundung schwingt eine dezente Hopfenbittere mit und bringt dieses Starkbier in eine gute Balance. Der Alkohol von 7,3 vol. % ist vorhanden, aber klasse eingebunden. Der Abgang ist super langanhaltend mit Karamell und Trockenfrüchte, wird begleitet von einer angenehmen, nicht zu dominanten Bittere und klingt minimal herb aus.
Fazit: Der Innovator ist ein moderner Vertreter des klassischen bayerischen Doppelbocks. Kräftig, aromatisch, Frucht- und Malzbetont, dabei super süffig und weder zu süß noch zu bitter! Absolute Probierpflicht! Extra Lob nach Lerchenau zu Steffen und seinem Team! Auf Euer Wohle!
Die Stadt Amberg in der Oberpfalz hat sich weithin einen Namen gemacht, nicht nur wegen ihrer wunderschönen Altstadt, sondern auch durch oder geraden wegen der hervorragenden Brauereien! Eine davon ist der Winkler Bräu, geführt durch Maximilian Winkler. Von dort verkosten wir heute den Doppelbock!
Mit einem hellen Mahagonifarbton und immer noch leicht durchsichtig, fließt das Bier in unser Glas. Es bildet sich eine cremige, deutlich beige Schaumblume. Röstmalznoten vereinen sich mit prägnanten Aromen von Karamell, Dörrobst, dunklen Beeren und einer Spur Kuchenteig. Der Antrunk kommt direkt richtig wuchtig daher. Der Körper ist geschmeidig und mit einer milden Rezenz ausgestattet. Wir haben weiterhin Dunkle Beeren und Dörrobst im Aromenspektrum, auch das Röstmalz bleibt präsent und versprüht dezente kaffeeartige Noten, dazu kommt Dunkle Schokolade. Der Hopfen meldet sich im Mittelteil zu Wort und generiert eine schön eingebundene Herbe. Der Abgang läuft super weich, im Hintergrund wird es alkoholisch wärmend und das Bier klingt feinherb aus.
Fazit: Ein super tolles Bockbier in dem Maxi nahezu alle machbaren Aromen untergebracht hat die einen Dunklen Bock zu einem exzellenten Dunklen Bock machen! Alles greift ineinander, wirkt völlig rund und es mach einfach einen Heidenspaß das Bier zu genießen. Wir versehen den Bock mit einer Turbo-Top Empfehlung!
Heute verkosten wir das Gutsbräu Oberhaunstadt Hell von der oberbayerischen Nordbräu aus Ingolstadt. Der Willybecher füllt sich mit einem nahezu blank filtriertem und goldgelben Hellen. Bedeckt wird es von einer prächtigen, feinporigen und schneeweißen Schaumblume. In der Nase vernehmen wir klassische Malznoten nach frischem Brot und etwas Honig. Dazu gesellen sich dezent blumige Hopfenaromen.
Der Antrunk ist durchaus vollmundig, dennoch schön weich und mit einer mittleren Rezenz ausgestattet. Am Gaumen malzig mit süßlichen Noten von hellem Malz, begleitet von einer milden blumigen Hopfenwürze. Insgesamt aber gut ausgewogen und sehr trinkfreudig. Im Hintergrund meldet sich eine feine zurückhaltende Bittere. Der Abgang ist leichtläufig, mild hopfig und klingt leicht trocken aus. Die Bittere bleibt dezent im Hintergrund.
Fazit: Das Gutsbräu ist ein klassischer Vertreter von milden bayerischen Hellen, malzbetont, mild gehopft, erfrischend und super süffig! PS: Bei jedem Schluck bleibt ein optischer Schaumring am Glas haften!
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