In KW3 durften wir vier Biere in unseren Gläsern begrüßen. Im noch jungen Jahr 2026 wurden wir bisher ausschließlich mit tollen Bieren verwöhnt. Da hofft man natürlich das die Verkostungsrunden so weitergehen. Und das sind sie auch! Letzte Woche hatten wir folgende Biere im Test: Das Kirta-Bier vom Bräu z’Loh aus Dorfen in Oberbayern, ebenfalls aus Oberbayern hatten wir das Müllerbräu Helle aus Pfaffenhofen. Weiter ging’s nach Mittelfranken, vom Tucher aus Nürnberg floss der Bajuvator in’s Glas. Und zum Abschluss gab’s einen Ausflug nach Unterfranken, vom Schwarzer-Adler Bräu in Stettfeld durften wir das Alt-Fränkische-Lagerbier probieren.
Wir wünschen euch einen tollen Wochenstart, viel Spaß beim Lesen unserer Verkostungsberichte und beim stöbern auf unserem Bierblog , sowie ausschließlich tolle Biere in euren Gläsern!
In den heutigen Freitag starten wir mit einem Bier vom Bräu z’Loh aus Dorfen in Oberbayern. Nach dem uns bereits das Export voll überzeugt hat, freuen wir uns heute auf das Kirta-Bier das natürlich auch gerne genossen werden kann, wenn grad keine Kirta ist!
Dunkelgolden schimmert das filtrierte Bier im Glas. Bedeckt wird es von einer sehr feinporigen Schaumblume die auch wunderbar am Glasinnenrand haften bleibt. Wir haben ein mildes Bukett mit malzig-würzigen Aromen von Getreide, sekundär versehen mit einer unaufdringlichen Hopfennote. Und im Antrunk ? Es schmeckt wie es riecht! Erneut malzig, tendentiell etwas weniger als im Geruch, dafür nehmen wir mehr Würze wahr! Auch der Hopfen tritt mehr in der Vordergrund und generiert eine sanft spürbare Herbe. Die Aromen harmonieren gut, der Körper mit seiner feinperlig prickelnden Rezenz kann trotz seiner 5,6% als schlank und süffig bezeichnet werden. Diese Umdrehungen würde man niemals vermuten wenn man nicht wüsste, das es sich um ein Festbier handelt. Oder lasst es uns mal so sagen: Es besitzt schon eine leichte Hinterfotzigkeit Wir lieben das! Der Abgang fegt den Durst weg, die Restherbe macht Lust auf die nächste Halbe!
Fazit: Schlank wirkende Biere bringen häufig den Eindruck einer gewissen Leere mit sich, dafür löschen sie gut den Durst. Nicht so beim Kirta-Bier! Das Team vom Bräu z’Loh schafft eindrucksvoll den Spagat zwischen „Schlank, süffig, läuft wie Sau“ und „Charakter mit Aromenprägnanz“. Exzellente Arbeit! Wir haben Blut geleckt und werden versuchen auch die anderen Biere der Brauerei zu besorgen. Für den Autor dieser Zeilen ist der Bräu z’Loh aktuell einer DER Geheimtipp unter den kleinen und mittelständischen Brauerei in Bayern!
Heute melden wir uns aus dem oberbayerischen Pfaffenhofen. In unsere Willybecher fließt heute das Helle der Müllerbräu. Absolut blank filtriert und herrlich strohgold leuchtend, so präsentiert sich uns das Helle im Glas. Gekrönt wird es von einer prächtigen, feinporigen und schneeweißen Schaumblume. In der Nase vernehmen wir dezent getreidige Malznoten, leichte Wiesenblumenanklänge und feine grasige Hopfenaromen. Der Antrunk ist mild, weich minimal süßlich und mit einer weichen Kabonisierung ausgestattet. Damit ist das Müllerbräu Hell sehr trinkfreudig und erfrischend. Am Gaumen kommen das süßliche Malz, eine feine Würze, eine leichte Zitrusnote und die dezente Hopfung an. Insgesamt sehr sauber und ausbalanciert eingebraut. Der kurze Abgang ist halbtrocken und animiert zum Weitertrinken!
Fazit: Die Müllerbräu braut hier ein ehrliches, klassisches bayerisches Helles, das nicht auf Effekte setzt, sondern auf Balance und Süffigkeit. Ein Helles für Puristen, ruhig, verlässlich und sehr trinkfreudig! Sollte man probiert haben, sagt auch die Jury vom European Beer Star im Jahr 2021 mit der Auszeichnung in Gold!
Winterzeit ist Bockbierzeit! Ein guter Bock wärmt die Seele und schmeichelt dem Gaumen. Wir schauen heute mit Spannung zur Privatbrauerei Tucher nach Nürnberg und verkosten den Dunklen Doppelbock Bajuvator!
Im Glas sehen wir ein dunkles, mahagonifarbenes Bier das von sehr deutlichen roten Reflexen durchdrungen wird. Beim Einschenken hat man gar den Eindruck als würde ein dezent rötliches Bier aus der Flasche laufen. Dabei bringt es eine beige, gemischtporige Blume mit. Optisch ein Highlight! Das süßliche Bukett kommt mit dunklen Beeren und Kirscharomen, süßlich, dazu Schokolade und leicht teigig. Da haben sie in Nürnberg die Schwarzwälder ausgepackt. Sanfte Röstaromen gibt’s on top! Im Antrunk gehen wir Schokoladig und Karamellig in den ersten Schluck rein. Kurz darauf entsteht eine sanfte Hopfenherbe. Das alles harmoniert schön mit hintergründigen Kaffee- und Röstmalznoten. Die Cremigkeit haben wir bei einem Bock selten so hoch entwickelt gesehen. Die Rezenz ist entsprechend mild, sehr mild! Beinahe wie Öl gleitet der Bock langsam und sanft nach unten. Hinten raus verbleiben Süße und Röstaromen.
Fazit: Ein absolut erstklassiger Doppelbock den uns Tucher hier serviert! Den müsst ihr getrunken haben! Super vollmundig und cremig mit schönem Aromenspiel. Der heizt uns sauber von Innen auf. Kompliment nach Nürnberg!
Heute sind wir im unterfränkischen Landkreis Haßberge in der Gemeinde Stettfeld. Hier ist die Brauerei Schwarzer Adler-Bräu zuhause. In unsere Willybecher fließt das Alt-Fränkische-Lagerbier. Im Glas präsentiert sich uns das Lager nahezu blank filtriert und wunderbar bernsteinfarben. Gekrönt wird es dabei von einer ordentlichen, fein bis mittelporigen und leicht beigen Schaumblume. In der Nase vernehmen wir in erster Linie eine malzige Süße und dezent im Hintergrund leichte Kräuter- und Heunoten. Der Antrunk ist mild, weich und mit einer eher zurückhaltenden Rezenz ausgestattet. Insgesamt gut erfrischend und süffig. Am Gaumen kommen malzige, leicht süßliche aber auch dezent röstmalzige Aromen an. Dazu gesellen sich milde Kräuternoten und eine leichte Hofpenbittere. Unterm Strich ist das Alt-Fränkische-Lagerbier gut ausgewogen und besitzt einen mittelkräftigen Charakter. Der Abgang geht absolut flüssig von statten und klingt minimal herb aus.
Das Team vom Schwarzer Adler-Bräu braut hier ein unkompliziertes, klassisches, gut süffiges, eher milderes Alt-Fränkisches-Lagerbier! Ein absolutes „All Day“ Bier welches sich hervorragend zu einer zünftigen Brotzeit eignet. Kleine persönliche Anmerkung (Deifl): Das i-Tüpfchen wäre eine kleine Kante, aber das ist jammern auf hohem Niveau!
Fazit: Das Team vom Schwarzer Adler-Bräu braut hier ein unkompliziertes, klassisches, gut süffiges, eher milderes Alt-Fränkisches-Lagerbier! Ein absolutes „All Day“ Bier welches sich hervorragend zu einer zünftigen Brotzeit eignet. Kleine persönliche Anmerkung (Deifl): Das i-Tüpfchen wäre eine kleine Kante, aber das ist jammern auf hohem Niveau!
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