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Biertests KW 4 / 2026

Wir haben bereits wieder die vierte Kalenderwoche im Jahr 2026, die Zeit vergeht wie im Flug. Für uns ist das jedoch nicht dramatisch, nein, sogar eher positiv! Heißt es doch jede Woche auf’s neue, vier uns noch unbekannte Biere zu testen! Diesmal hatten wir folgendes im Glas: Das Grünhopfenbier von der Schlossbrauerei Hohenthann, ein Helles von der Brauerei Strauß in Wettelsheim, ein Alkoholfreies Weißbier gebraut für die Weißbierbrauerei Wiefelsdorf und das Hefeweißbier vom Haderner Bräu in München.

Wir wünschen euch einen tollen Wochenstart, viel Spaß beim Lesen unserer Verkostungsberichte und beim stöbern auf unserem Bierblog , sowie ausschließlich tolle Biere in euren Gläsern!

Grünhopfenbier von der Schlossbrauerei Hohenthann

Wir tauchen heute in die Niederbayerische Brauwelt ein und verkosten ein Grünhopfen Bier. Dafür verantwortlich ist eine Brauerei aus dem nördlichen Landkreis Landshut, geführt wird sie von Johannes Rauchenecker, die Rede ist von der Hohenthanner Schlossbrauerei!

Strohgold und naturtrüb schimmert das Bier durchs Verkostungsglas. Dekoriert wird es von einer sämigen und durchschnittlich haltbaren Schaumblume. Das Bukett duftet intensiv nach Hopfen mit prägnanten Gras- und Kräuternoten. Einfach deutlich „Grün“ und leicht harzig, vergleichbar mit dem Lupulin auf den Händen nach dem zerreiben eines Dolden. Dazu kommen Zitronen-, ja fasts schon Limettenartige Aromen die eine ausgeprägte Frisch im Geruch generieren. Richtig toll! Wer jetzt im Antrunk Hardcore Hopfenbittere erwartet, täuscht sich. Das umwerfende Aroma wie im Geruch beschrieben, ist auch im Antrunk voll da, die IBU’s halten sich jedoch eher im unteren Bereich für diesen Braustil. Das steht dem Bier mit seinem weichen Körper sehr gut zu Gesicht und blockiert so auch den süffigen Abgang in keinster Weise. Auch die sanfte Rezenz unterstützt den schnellen Schluck! Hinten raus bleibts angenehm Hopfig und gerade trocken genug um wirklich schnell zu einem weiteren Bier zu greifen.

Fazit: Ohne Umschweife ein herrliches Grünhopfenbier mit ganz viele „grünem“ Aroma, weichen Körper und sakrischer Frische! Von uns gibt’s eine Top-Empfehlung!

Martin, BavarianBeerDudes
BiersorteGrünhopfen Bier
Alkoholgehalt5,0 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (3) / Hopfen (7)
BrauereiSchlossbrauerei Hohenthann

Wettelsheimer Bier Hell

Am heutigen Tage, verschlägt es uns nach Mittelfranken! Bei der hier ansässigen Brauerei Strauß wird unter anderem das Wettelsheimer Bier Hell gebraut. Welches wir heute unter die Lupe nehmen. Im Willybecher präsentiert es sich uns in einem herrlich goldgelb leuchtenden Farbton und mit einer deutlichen Trübung. Gekrönt wird es von einer prächtigen, feinporigen bis cremigen uns schneeweißen Schaumkrone. Schon während des Einschenkens vernehmen wir hellmalzige, leicht süßliche Noten und hopfige, kräuterige Akzente, welche sich harmonisch miteinander vereinen.

Der Antrunk ist passend vollmundig und ist mit einer erfrischenden aber eher zurückhaltenden Rezenz ausgestattet. Der Körper ist insgesamt schön weich, malzaromatisch mit feiner Honignote, im Verlauf mildwürzig, mit dezenter Hopfenbittere zum Ausklang hin. Super ausbalanciert und total süffig! Der Abgang ist für ein Helles sehr langanhaltend, aber auch hier super harmonisch und klingt zum Schluss Hopfenblumig und leicht süß aus.

Fazit: Respekt nach Mittelfranken zur Brauerei Strauß zu diesem äußerst gelungen Hellen. Absolut kein Standard Helles, sondern ein Helles Vollbier mit super eigenständigem Charakter, welches aber top ausbalanciert und gereift wird! Top Empfehlung nach Wettelsheim! Probierpflicht!

Christian, BavarianBeerDudes
BiersorteHelles
Alkoholgehalt4,9 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (5,5) / Hefe (1) / Hopfen (3,5)
BrauereiStrauß, Wettelsheim

Jura Weizen Alkoholfrei

Heute befüllen wir den Stutzen mit einem Alkoholfreien Weißbier das für die Weißbierbrauerei Wiefelsdorf gebraut und abgefüllt wurden, die wiederum gehört mittlerweile zur Schlossbrauerei Naabeck.

Aus dem Glas leuchtet uns das Bier in einem schönen hefetrüben Goldfarbton entgegen. Es bringt eine sehr feinporige Schaumblume mit, von der ein Finger breit bis zum Schluss auf dem Bier verbleibt. Es riecht frisch, getreidig und hefig mit sanfter Esterfruchtigkeit, Bananennote sind nur sehr zart wahrnehmbar, Zitrusaromen dafür umso mehr. Der Antrunk ist ausgesprochen weich. Das Weizenmalz steht im Vordergrund, die Hefe ist weiterhin auf der Zunge zu spüren, dazu kommen etwas Nelke und sehr hauchfeine Herbe. Die Rezenz prickelt am Gaumen und im Mund macht sich eine ausschweifende Frische breit. Auch mal positiv hervorheben muss man was NICHT vorhanden ist, nämlich eine zu hohe Restsüße wie es bei vielen Gärstoppern der Fall ist. Auch der oft vorhandene Maischegeschmack fällt so weg. Das Jura Alkoholfrei geht geschmacklich schon eher Richtung Leichtes Weißbier. Schön gemacht! Am Ende legt es einen rasant süffigen und durstlöschende Abgang hin. Hefe und Würze klingen am Schluss harmonisch aus.

Fazit: Grundsätzlich möchten wir für das Jura Weizen eine glasklare Empfehlung aussprechen. Handwerklich sehr gut gemacht, erfrischen und perfekt nach dem Sport oder wenn’s draußen einfach heiß ist. Kleinere Abzüge gibt’s aber für die Transparenz. Der Lebensmittelerzeuger ist auf der Flasche leider nicht genannt. Als Verbraucher würden wir gerne wissen wer das Lebensmittel herstellt, dass wir konsumieren. Wem das nicht stört sollte aber unbedingt zugreifen!

Martin, BavarianBeerDudes
BiersorteAlkoholfreies Weizen
Alkoholgehalt< 0,5 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (5) / Hefe (4) / Hopfen (1)
Brauereigebraut für Weißbierbrauerei Wiefelsdorf

Haderner Bräu Weißbier

Aus unserer Landeshauptstadt, genauer gesagt aus dem Stadtteil Hadern, fließt heute das Weissbier der Bio-Brauerei Haderner Bräu in unsere Stutzen. Im Glas präsentiert es sich uns herrlich hefetrüb und in einem leicht dunklen Orangegold. Gekrönt wird es von einer prächtigen, cremigen und schneeweißen Schaumkrone. In der Nase vernehmen wir ein mildes Malzbett, eine dezente fruchtige Hefearomatik und eine gute Portion Gewürzaromen insbesondere Nelke!

Der Antrunk ist wunderbar vollmundig, leicht cremig und mit einer eher zurückhaltenden Rezenz ausgestattet. Dies führt zu einer extremen Süffigkeit, genauso lieben wir es! Unser Gaumen erfreut sich in erster Linie über eine doch etwas ausgeprägtere Würzigkeit, hier wiederum sticht die Nelke in den Vordergrund. Die Aromen wie die klassische Banane und andere Fruchtkomponenten fallen vergleichsweise moderater aus. Der Abgang ist schön kräftig und klingt herrlich rustikal und leicht trocken aus. Da wartet der nächste Schluck nicht lange!

Fazit: Marta und Thomas brauen hier mit Ihrem Team ein ungemein trinkfreudiges Hefeweissbier, welches insgesamt zu den würzigeren seiner Zunft zählt. Dadurch kommt es etwas rustikaler daher, was wir BavarianBeerDudes unheimlich spannend und interessant finden. Wir lieben Biere mit eigenem Charakter! Top Empfehlung nach München-Hadern!

Christian, BavarianBeerDudes
BiersorteWeizen
Alkoholgehalt5,1 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (3,5) / Hefe (4,5) / Hopfen (2)
BrauereiHaderner Bräu, München


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