Wie haben die KW27 hinter uns, sprich die ersten sechs Monate des Bierjahres 2026 sind damit auch schon wieder hinter uns und wir starten mit folgenden Bieren in die zweite Jahreshälfte. Von der Brauerei Hebendanz aus Forchheim hatten wir ein Helles Export, gefolgt vom “Aechten Dunklen” aus dem Brauhaus Riegele in Augsburg. Zur Mitte der Woche gab’s ein Alkoholfreies Dunkles der Wunderbraeu aus München und zum Abschluss landete das Betthupferl vom Staffelberg-Bräu aus Bad Staffelstein in unserem Glas.
Wir wünschen euch einen tollen Wochenstart, viel Spaß beim Lesen unserer Verkostungsberichte und beim stöbern auf unserem Bierblog , sowie ausschließlich tolle Biere in euren Gläsern!
Heute heben wir wieder ein Hebendanz! Direkt aus Forchheim in Oberfranken in unsere Willybecher, kommt heute ein Klassiker. Das Hebendanz „Helles Export“ In der Farbe pendelt es sich zwischen Strohgelb und hellem Bernstein ein. Die schneeweise Schaumblume kommt extrem feinperlig daher, einen Finger breit bleibt sie auch im Rest des Verkostungsvorgangs erhalten. Aus dem Bukett riecht es, wie es bei einem Export riechen muss. Malzbetont, kräftige Aromen von Brotkruste und Getreide, dazu etwas Honig, alles chauffiert von einer dezent würzigen Hopfennote. Auch im Geschmack bleiben wir klassisch.
Der Antrunk kommt weich, rund und sanft prickelnd rüber. Erneut kommen uns Brotkruste, Getreide und ein Hauch von Honig auf die Zunge. Insgesamt wirkt alles sehr kernig und charakterstark. Im Mittel kommen kräutrig-würzige Hopfenaromen dazu, nie zu sanft, nie zu bitter, hintergründig und dennoch deutlich wahrnehmbar. Die bereits erwähnte weiche Textur des Körpers fördert einen zügig verlaufenden Abgang. Sehr cool ist auch der langanhaltende brotige und würzige Ausklang.
Fazit: Klasse fränkisches Export, weniger süß wie die Oberbayerischen Export Biere. Dafür Kräftig, kernig, rustikal, würzig und ausdrucksstark. Genau das mögen wir! Keine Experimente sondern die Verkörperung der handwerklichen, fränkischen Braukunst. Das sagen auch wir in der Oberpfalz „Chapeau“ und verleihen eine messerscharfe Empfehlung!
Heute sind wir mal wieder im Schwäbischen unterwegs! In Augsburg braut das Brauhaus Riegele Ihr Aechtes Dunkel. Dieses bayerische Dunkel lassen wir uns heute in unsere Willybecher fließen! Im Glas präsentiert sich uns ein klares tief rotbraunes bis kastanienbraunes Bier. Gekrönt wird es von einer prächtigen, feinporigen und beigen Schaumkrone. In der Nase dominieren Röstmalz, Kaffeenoten und Kakao. Dazu gesellen sich Aromen von Pflaumen, dunklen Früchten und ein angenehme malzige Süße.
Der Antrunk ist vollmundig, weich und mit einer gut eingebundenen Rezenz ausgestattet. Der Gaumen erfreut sich an Aromen von Kakao, Kaffee, geröstetem Brot und einem Hauch Bitterschokolade. Die Malzsüße bleibt stehts präsent, wird jedoch durch eine zurückhaltende Hopfenbittere und den Röstaromen herrlich ausbalanciert! Im Hintergrund kommen auch hier die Pflaume und Trockenfrüchte durch. Der Abgang ist malzbetont, mild röstig und leicht trocken. Kakao und Kaffeenoten klingen angenehm nach und laden umgehend zum nächsten Schluck ein!
Fazit: Das Riegele Aecht Dunkel überzeugt durch eine tolle Balance zwischen Süße, Röstaromen, dezenter Hopfenherbe und sehr hoher Drinkability! Ein sehr gelungener Vertreter der bayerischen Dunklen! Top Empfehlung und Probierpflicht von uns BavarianBeerDudes!
Wir wurden mal wieder im Bio Markt fündig, dort lief uns das Alkoholfreie Dunkle von Wunderbraeu aus München über den Weg. „Ehrliche Biere, biologisch gebraut, mit echter Braukunst und klarem Bekenntnis zu Qualität“, steht auf der Flasche, kling viel versprechend!
Und im Glas sieht’s schon mal ganz gut aus! Mahagonifarben, durchsetzt von rötlichen Reflexen und bedeckt von einer gemischtporigen, beigen Schaumblume, so muss ein Dunkles aussehen! Im Bukett gibt’s selbstverständlich eine klare Malzdominanz, es duftet einerseits röstig nach Kaffee, andererseits schokoladig süßlich. Auch im Antrunk haben wir kräftige Kaffee- sowie Röstmalzaromen, etwas Karamellsüße und sehr zurückhaltende hopfenbetonte Ansätze. Der Körper kommt vollmundig rüber, besitzt eine durchaus prickelnde Rezenz die im Abgang sogar noch zunimmt und dieses dann doch leicht sperrig gestaltet. Dazu entwickeln sich Noten von Schokolade die zum Ende hin mit den Röstmalzaromen noch eine Weile nachklingen.
Fazit: Grundsätzlich sehr gutes Dunkles. Etwas weniger Rezenz und das Werk ist vollendet. Trotzdem gibt’s von uns eine klare Empfehlung. Abzüge gibt’s jedoch in unserer Transparenzwertung da auf der Flasche nicht vermerkt ist wer es hergestellt hat, wir finden das sollte bei einem Lebensmittel selbstverständlich sein!
Heute fließt eine absolute fränkische Spezialität in unsere Willybecher! Aus der oberfränkischen Staffelberg-Bräu in Bad Staffelstein stammt das Betthupferl, Die Rote Verführung – ein Rotbier! Im Glas präsentiert sich das Bier in einem leuchtenden Rubin- bis Kastanienrot. Bedeckt wird es von einer prächtigen, cremigen und herrlich beigen Schaumkrone. In der Nase dominieren malzige Aromen nach geröstetem Brot und Karamell. Dazu gesellen sich leichte Vanillenoten und dezente fruchtige Nuancen. Der Antrunk ist wunderbar vollmundig, weich und mit einer feinperligen, erfrischenden Rezenz ausgestattet.
Am Gaumen melden sich in erster Linie Karamellmalz und leicht röstige Getreidenoten. Im Mittelteil wird es fruchtiger, Aromen von roten Beeren schieben sich in den Vordergrund. Zum Abgang hin bringt eine milde Hopfenbittere eine sanfte Würze mit ins Spiel, welche aber stehts im Hintergrund bleiben. Der Nachtrunk selbst hat einen angenehmen süßlichen Nachhall und klingt leicht feinherb aus.
Fazit: Das Betthupferl – Die Rote Verführung ist ein leichtes, malzbetontes fränkisches Rotbier mit angenehmer Karamellsüße, dezenter Fruchtigkeit und einer moderaten Bittere. Perfekt für den Einstieg in die Welt der Rotbiere! Top Empfehlung von uns BavarianBeerDudes!
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