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Biertests KW 21 / 2026

Folgende Biere hatten wir in der vergangenen Woche am Start um uns die Pfingstzeit zu versüßen. Los ging’s mit dem Hausbrauer Bier vom Rittmayer in Hallerndorf, gefolgt vom Märzen von unseren Freunden vom Haderner bräu aus München. Zur Mitte der Woche gab’s das Kellerberg vom Brauhaus Höchstadt a. d. Aisch und den Abschluss mache das Helle vom Nordbräu aus Ingolstadt.

Wir wünschen euch einen tollen Wochenstart, viel Spaß beim Lesen unserer Verkostungsberichte und beim stöbern auf unserem Bierblog , sowie ausschließlich tolle Biere in euren Gläsern!

Hausbrauer Bier von der Brauerei Rittmayer

Vom Rittmayer in Hallerndorf fließt heute das Hausbrauerbier in unsere Gläser. Es entstammt einem überlieferten Rezept aus der Zeit als es das Recht der Bevölkerung war, steuergünstiges Bier selbst zu brauen oder brauen zu lassen. So steht es auf der Flasche und der Zoigl lässt grüßen! Dann schauen wir mal was das Bier so kann.

Im Glas zeigt es sich naturtrüb, blickdicht und kastanienbraun. Getoppt wird es von einer wuchtigen, gemischtporigen und deutlich beigen Schaumblume. Die beweist nicht nur ausdauernde Standfestigkeit, sondern haftet auch wunderbar am Glasinnenrand. Der Geruch macht einen frischen Eindruck, geprägt vom Malz, beerige Aromen, Hefe, etwas Teigig, dazu Röstmalz und Karamell. Boah, da steckt fei schon ganz schee wos drin! Der Antrunk knallt uns ebenfalls einen sehr frischen Eindruck auf die Zunge! Überragend ist auch das Aromenspiel. Malz, Fruchtigkeit, Röst- und Brotaromen, dazu eine relativ früh im Antrunk einsetzende Hopfenherbe mit einer Spur Hefe. Keine Aroma erschlägt das andere, alles ist gut wahrnehmbar, nicht einzeln für sich, sondern als eine herrlichen Symbiose. Die Karbonisierung prickelt auf der Zunge und ist wunderbar in den absolut vollmundigen und würzigen Körper eingebunden. Im Abgang ist das Bier wie eine Schneelawine, wuchtig, unaufhaltsam und mitreißend. Das ganze Spektrum an Aromen hallt am Schluss noch ganz schön lange nach!

Fazit: Wer bitte beim Rittmayer hat diese Bier zur verantworten? Oida, eine Wucht! Sauguat, aromatisch und süffig! Wenn das Bier vor hunderten Jahren immer so geschmeckt hat, wollen wir eine Zeitmaschine haben. Absolute Empfehlung von uns, kein Bierfan darf sterben ohne diesen Stoff probiert zu haben!

Martin, BavarianBeerDudes
BiersorteHausbrauerbier / Kellerbier
Alkoholgehalt5,0% vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (4) / Hefe (3) / Hopfen (3)
BrauereiRittmayer, Hallerndorf

Märzen vom Haderner Bräu

In München-Hadern bekommen wir von unseren Freunden Marta und Thomas in Ihrer Haderner-Bräu Ihr Märzen eingeschenkt. Natürlich wie gewohnt in reinster Bio-Qualität. Im Glas präsentiert sich uns ein trübes, leuchtend Bernsteinfarbenes Märzen mit leicht rötlichen Reflexen. Gekrönt wird es von einer prächtigen, äußerst cremigen und leicht beigen Schaumkrone. In der Nase vernehmen wir schon beim Einschenken malzig-süße Aromen, feine karamellige Noten und eine Spur floraler Hefe- und Hopfenaromen. Der Antrunk ist gut vollmundig, dennoch herrlich weich und mit einer zurückhaltenden Karbonisierung ausgestattet. Das macht Spaß, da gehen gerne mal ein paar mehr davon!

Am Gaumen kommen süßmalzige Noten und feines Karamell an. Dazu kommt leichter Waldhonig, eine brotige Würze und eine dezente Hopfenbittere, welche die süßen Noten gekonnt einfängt und das Märzen schön rund daherkommen lässt. Abgang ist durchaus knackig und klingt leicht feinherb und minimal trocken aus.

Fazit: Das Haderner Märzen ist ein klassisch traditionelles bayerisches Märzen, welches in der kälteren Jahreszeit mit guter Trinkfreudigkeit richtig Spaß macht! Top Empfehlung nach Hadern für das Bio-Märzen von Marta und Thomas!

Christian, BavarianBeerDudes
BiersorteMärzen
Alkoholgehalt5,7 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (5) / Hefe (3) / Hopfen (2)
BrauereiHaderner Bräu, München

Kellerberg vom Brauhaus Höchstadt a. d. Aisch

Zwischen Bamberg und Erlangen, im Randgebiet des Steigerwaldes befindet sich das mittelfränkische Höchstadt a. d. Aisch. Dort beheimatet ist das gleichnamige Brauhaus von dem wir heute das Kellerberg verkosten.

Um welche Biersorte handelt es sich? Für ein Dunkles zu Hell, für ein Kellerbier zu klar, auf der Flasche steht nix, eine Brauerei Homepage die Auskunft geben könnte, existiert nicht. Wir stufen es trotzdem mal als Dunkles Kellerbier ein. Verziert wird es von einer voluminösen, sahnig-cremigen Schaumkrone deren Haltbarkeit kein Ende kennt. Getreide, Röstmalz und zarte Noten von Dunkler Schokolade ziehen in unsere Nasen. Wir starten süßlich in den Antrunk, der ganz klar vom Malz geprägt ist, Getreide ist weiterhin vorhanden, dazu gibt es etwas Karamell und eine sehr dezente Erdigkeit. Ab dem Mittelteil kommt doch recht deutlich wahrnehmbare Hopfenherbe dazu. Der Körper ist vollmundig, die Rezenz sanft prickelnd, der Abgang geht wie von allein, wirkt jedoch etwas zu “leicht”. Hinten raus klingen Hopfen und Malz sanft aus.

Fazit: Gutes Allday-Kellerbier aus dem Brauhaus Höchstadt mit dem man nix verkehrt machen kann, wir sind auf die weiteren Biere gespannt

Martin, BavarianBeerDudes
BiersorteKellerbier
Alkoholgehalt5,1 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (7) / Hopfen (3)
BrauereiBrauhaus Höchstadt a. d. Aisch

Helles vom Nord Bräu Ingolstadt

Heute fließt ein bayerisches Helles von der Nordbräu aus dem oberbayerischen Ingolstadt in unsere Willybecher. Im Glas präsentiert sich uns ein goldgelb glänzendes Helles. Gekrönt wird es von einer prächtigen, stabilen, feinporigen und schneeweißen Schaumkrone. In der Nase vernehmen wir milde Malzaromen wie frisches Brot und Getreide. Dazu kommt eine dezente blumige Hopfennote.

Der Antrunk besitzt einen mittleren Körper und eine angenehm spritzige Rezenz. Geschmackvoll, sehr süffig, ohne schwer zu wirken. Am Gaumen zeigt sich das Helle weich und ausgewogen. Leicht süßliches Malz mit Noten von hellem Brot und ein Hauch Honig treffen auf feine und milde Hopfenaromen, die eher unterstützend als dominant wirken. Der Abgang ist kurz bis mittellang, leicht malzbetont klingt mit einer dezenten, sanften Hopfenbittere leicht trocken und feinherb aus.

Fazit: Insgesamt sehr harmonisch mit klarer unkomplizierter Struktur, ausgewogen, mild und gut süffig. Das Helle vom Nordbräu ist ein klassisches, regionaltypisches, bayerisches Helles mit einer süffigen drinkability! Dafür gibt es von uns BavarianBeerDudes eine klare Empfehlung!

Christian, BavarianBeerDudes
BiersorteHelles
Alkoholgehalt4,9 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (6,5) / Hopfen (3,5)
BrauereiPrivatbrauerei Nordbräu, Ingolstadt


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