In dieser wunderbaren Herbstwoche ließen wir uns wieder vier Bayerische Biere schmecken. Diesmal hatten wir in der Verkostung ein Weissbier vom Weissbräu Andorf, ein Lager vom Buttenheimer Löwen Bräu, das Sauhell vom Weissbräu Kösslarn und das Giesinger Festbier in der Ausgabe 2026.
Wir wünschen euch einen tollen Wochenstart, viel Spaß beim Lesen unserer Verkostungsberichte und beim stöbern auf unserem Bierblog , sowie ausschließlich tolle Biere in euren Gläsern!
Einen Katzensprung nördlich von Passau, hat die Andorfer Weizenbier-Brauerei ihre Heimat. Selbst gebraut wird dort zwar nicht mehr, jedoch sorgt die Löwenbrauerei Passau dafür das die Biere nach Originalrezept weiter hergestellt und beim Weissbräu ausgeschenkt werden.
Das blickdichte und honigfarbene Bier wird von einer fein- bis mittelporigen Schaumblume verziert. Bereits beim Einschenken fallen die intensiven Note von reifer Banane auf. Im Hintergrund schwingt eine sanfte getreidige Aromatik mit. Im Antrunk geht die Banane etwas zurück, die puren Hefenoten kommen dafür mehr in den Vordergrund. Damit bleiben sowohl Hefefruchtigkeit als auch der typische, ursprüngliche Hefecharakter deutlich und ausgewogen präsent! Dazu kommen nelkige Noten die für eine leichte Würze sorgen. Und auch der Hopfen meldet sich jetzt zu Wort, er erzeugt eine schön eingebettete, milde Herbe.
Unbedingt erwähnenswert ist der ausgeprägte frische Eindruck den das Bier vermittelt, dafür zuständig ist auch ein Hauch von Zitronenaroma. Die dezent auf der Zunge prickelnde Rezenz sorgt zusammen mit dem weichen Körper für eine hohe Drinkability. Hinten raus sorgt die Herbe für Durst und das Hefearoma für die Lust sich ganz schnell eine weitere Flasche zu gönnen.
Fazit: Super gutes, facettenreiches und in der Aromatik sehr gut ausbalanciertes Weissbier. Von uns gibt’s eine klare Must-Have Empfehlung für das Andorfer Weissbier.
Wir sind ein weiteres mal in Oberfranken bei Johann Modschiedler und seiner Buttenheimer Löwen Bräu. Heute verkosten wir das Lagerbier ungespundet. Im Willybecher präsentiert sich uns ein minimal trübes und nahezu bernsteinfarbenes untergäriges Kellerbier/Lagerbier. Gekrönt wird es von einer prächtigen, feinporigen und leicht cremefarbenen Schaumkrone. In der Nase vernehme wir Aromen von frischem Brot, Getreide und feiner Hefe. Dazu gesellen sich dezente Karamellnoten, florale Hopfennoten und eine feine Würze.
Der Antrunk ist vollmundig, weich und dank der reduzierten Kohlensäure überragend süffig! Der Gaumen erfreut sich an Noten von Brotkruste, Karamell und einem Hauch Vanille. Die typische fränkische etwas kräftigere Hopfenbittere rundet das Kellerbier gekonnt ab und sorgt für eine gute Balance. Die geringere Kohlensäure lässt die Aromen dabei besonders intensiv und rund wirken! Der Abgang ist gut langanhaltend, klingt trockenherb aus und hinterlässt eine bemerkenswerte Würze.
Fazit: Das Buttenheimer Löwen Bräu Lagerbier Ungespundet ist ein authentisches fränkisches Kellerbier mit eigenständigem Charakter. Die Kombi aus malziger Fülle, der markanten Hopfenwürze und der sanften Rezenz, sorgt für ein sehr harmonisches und aromatisches Trinkerlebnis! Somit gibt es auch hier eine top Empfehlung von uns BavarianBeerDudes!
Auch eine Weißbierbrauerei kommt fast nicht mehr daran vorbei ein Bayerisches Helles in die Produktpalette aufzunehmen. Der Weißbräu Kößlarn legt uns heute das Sauhell in’s Glas. Der Name und auch das Etikett spielen auf das Wappentier des zwischen Eggenfelden und Bad Füssing gelegenen Marktes Kößlarn in Niederbayern an.
Im Glas ist der Name Programm! In einem sauhellen, goldgelben Farbton kommt das Bier zusammen mit einer lockeren gemischtporigen Schaumblume in den Willybecher. Es duftet angenehm nach hellen Malz und Getreide, dazu ein zarter Hauch Hefe. In den Antrunk gehen wir ebenfalls getreidig rein, sekundär gibt es eine sanfte malzige, fast biskuitartige Süße. Im Mittelteil kommt eine knackig würzige und kantige Hopfenherbe mit entsprechender Trockenheit dazu. Der Bier prickelt auf der Zunge und läuft im Abgang einwandfrei nach unten. Die verbleibende Herbe erzeugt Durst auf die nächste Halbe.
Fazit: Das Sauhell vom Weissbräu Kößlarn macht wirklich Spaß! Kantige Hopfenaromen, hintergründige sanfte Malzsüße, prickelnd auf der Zunge und eine durstanregende Herbe. Sollte man definitiv mal probieren haben!
Wir haben es schon mal in der KW 41/2022 verkosten, jetzt mit neuem Etikett und 0,2 vol.% Alkohol mehr. Die Rede ist vom Giesinger Festbier! Im Willybecher präsentiert es sich uns in einer goldenen Bernsteinfarbe und mit einer minimalen Trübung. Gekrönt wird es von einer prächtigen, cremigen, stabilen und leicht beigen Schaumkrone. In der Nase vernehmen wir ein malziges Bouquet mit feinen Karamellnoten und leicht blumigen Hopfentönen.
Der Antrunk ist klasse vollmundig, dennoch weich und mit einer feinperligen absolut erfrischenden Rezenz ausgestattet. Eine äußerst süffige Kombi! Am Gaumen trifft brotartiges Malzaroma mit Karamell und leichter Honigsüße auf eine dezente Hopfenbittere, welche die Malzsüße sehr gut einbettet! Dazu gesellen sich feinwürzige Akzente und sanfte Fruchtnoten. Der Abgang ist mittellang, weiterhin erfrischend und klingt leicht feinherb aus.
Fazit: Das Giesinger Festbier ist süffig, rund, ausgewogen und harmonisch im Geschmack, macht einfach viel spaß beim Trinken, perfekt für ein Festbier! UND es bleibt dabei, es schlägt die Münchner „Mitbewerber“ mit seinem eigenständigen Charakter weiterhin um LÄNGEN! Meinung der BavarainBeerDudes, gerne Eure Meinung dazu in die Kommentare!
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