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Biertests KW 41 / 2026

Diese Woche waren wir in Niederbayern und in Oberfranken unterwegs auf der Suche nach neuen Verkostungsbieren. Und auch diesmal wurden wir fündig und konnten vier Biere aus kleinen und mittelständischen Brauereien in die Verkostung nehmen. Mit dabei waren das Jubiläumsbier “500 Jahre Reinheitsgebot” vom Klosterbräu Mallersdorf, das Greifla Lagerbier vom Greif-Bräu in Forchheim, ein Alkoholfreies Helles von der Privatbrauerei Stöttner in Pfaffenberg und das Wegseidla von der Aufsesser Brauerei.

Wir wünschen euch einen tollen Wochenstart, viel Spaß beim Lesen unserer Verkostungsberichte und beim stöbern auf unserem Bierblog , sowie ausschließlich tolle Biere in euren Gläsern!

Jubiläumsbier “500 Jahre Bayerisches Reinheitsgebot” vom Klosterbräu Mallersdorf

Im niederbayerischen Markt Mallersdorf-Pfaffenberg befindet sich das Kloster Mallersdorf. Darin beheimatet ist die von Schwester Doris geführte Klosterbräu Mallersdorf. Heute gießen wir uns das „Jubiläumsbier 500 Jahre Reinheitsgebot“ in unseren Willybecher.

Leuchtendes Bernstein und eine gemischtporige Schaumblume beschreiben die äußeren Merkmale des unfiltrierten Jubiläumsbieres. Aus dem Bukett dringen kräftige Malznoten empor. Es duftet nach Honig, Karamell und Getreide. Brutal gut! Der Antrunk legt uns ebenfalls kräftige Karamellnoten auf die Zunge, begleitet von einer deutlich brotigen Aromatik, dazu meint man im Hintergrund tatsächlich dezente Kamille Noten wahrzunehmen. Im Mittelteil gibt dann der Hopfen sein Stelldichein. Und das in einer durchaus prägnanten Art und Weise. Es entsteht eine ordentlich spürbare Herbe die auf exzellente Art und Weise mit der Malzsüße harmoniert. Die Karbonisierung ist mild, der Körper weich. Das Bier läuft im Abgang wie von selbst und ohne jeglichen Widerstand nach unten. Hinten raus hallen Malz und Herbe sehr lange nach und lassen einen unmittelbar zur nächsten Flasche greifen.

Fazit: Absolut starkes Bier das Schwester Doris hier braut. Kräftige Malz- und Hopfenaromen die wunderbar harmonieren, vollmundiger und mild rezenter Körper. Das ist handwerkliche Braukunst pur! Von uns gibt’s eine glasklare Empfehlung!

Martin, BavarianBeerDudes
BiersorteFestbier / Jubiläumsbier
Alkoholgehalt5,0 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (6) / Hopfen (4)
BrauereiKlosterbäu Mallersdorf

Greifla Lager von Greif-Bräu

Heute sind wir in Forchheim, bei der Greif-Bräu einer immer wieder über mehrere Wettbewerbe hinweg ausgezeichnete Brauerei in Oberfranken! In unsere Verkostungsgläser fließt heute das Greifla Lager. Im Glas präsentiert sich uns ein klares in hellem Goldgelb leuchtendes Bier. Gekrönt wird es von einer prächtigen, feinporigen und schneeweißen Schaumkrone.

In der Nase dominieren dezent grasige und kräuterige Hopfennoten. Dazu gesellen sich feine helle Getreide und Malzaromen. Der Antrunk ist mittelkräftig, ausgesprochen weich, gut süffig und mit einer zurückhaltenden Rezenz ausgestattet. Am Gaumen bleibt der Malzkörper eher schlank und leicht vollmundig, dabei erinnert er an frisches Getreide und helles Brot. Der Hopfen hält sich zunächst dezent im Hintergrund. Im weiteren Trinkverlauf kommt eine milde, leicht grasige Hopfennote hinzu. Die Bittere ist bewusst zurückgenommen und sorgt eher für Balance als für ausgeprägte Herbe. Der Abgang ist kurz bis mittellang, trocken, angenehm mild und klingt mit einer sanften Hopfenhebe aus.

Fazit: Das Greifla Lager ist ein klassisches unkompliziertes fränkisches Lager mit deutlichen Fokus auf Ausgewogenheit und Süffigkeit. Das Highlight setzt das grasige Hopfenaroma und der weiche Trinkfluss! Von uns BavaraianBeerDudes gibt es deshalb eine klare Empfehlung!

Christian, BavarianBeerDudes
BiersorteLagerbier
Alkoholgehalt4,7 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (5,5) / Hopfen (4,5)
BrauereiGreif-Bräu, Forchheim

Alkoholfreies Helles von der Privatbrauerei Stöttner

Tolles Herbstwetter, die Sonne scheint, der Bierdurst wächst und der Kopf sagt „Jetzt erstmal ein Alkoholfreies“. Warum auch nicht, die Qualität dieses Bierstils ist in den letzten Jahren nahezu explodiert. Also, Bierkühlschrank auf und das Alkoholfreie Helle von der von uns sehr geschätzten Brauerei Stöttner aus dem niederbayerischen Pfaffenberg rausgezogen. Das Alkoholfreie Export hat uns ja bereits überzeugt. Was kann das „normale“ alkoholfreie Helle ?

Das optische Erscheinungsbild ist top. Helles glänzendes Goldgelb, schneeweise bzw. schneeWEISESTE Schaumblume die wunderbar am Glasrand haftet. Aus dem Bukett sind sowohl malzig Süße Aromen als auch kräutrige Hopfennoten zu erkennen. Das Malz überwiegt, der Hopfen supportet, der bei vielen Alkoholfreien Bieren sehr ausgeprägte Maischeduft ist hier gottseidank nur hintergründig vorhanden. Es riecht mehr nach „Bier“ als nach „Alkoholfrei“. Im Antrunk stellen wir einen erstaunlich vollmundigen Körper fest, der eine feinperlig Rezenz mitbringt. Im Geschmack haben wir dasselbe Bild wie im Geruch. Die Malzaromatik überwiegt, der Hopfen bleibt sekundär, erzeugt aber im Mittelteil durchaus Herbe. Der Abgang löscht ordentlich den Durst, die Malzsüße steigt kurz nochmal etwas an um dann am Ende in einem 50:50 Verhätnis relativ lange nachzuhallen.

Fazit: Gutes Alkoholfreies Helles mit Durstlöschqualitäten. Das Alkoholfreie Export hat unserer Meinung nach die Nase ein Stückchen weiter vorne, trotzdem können wir auch das Helle bedenkenlos empfehlen!

Martin, BavarianBeerDudes
BiersorteAlkoholfreies Helles
Alkoholgehalt< 0,5 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (6,5) / Hopfen (3,5)
BrauereiPrivatbrauerei Stöttner, Pfaffenberg

Wegseidla von Aufsesser

Wir sind mal wieder in der Aufsesser Brauerei in Oberfranken. Hier verkosten wir Heute das Wegseidla fürn durscht, ein Helles Vollbier. Im Willybecher präsentiert es sich uns herrlich naturtrüb und leuchtend Goldgelb. Gekrönt wird es von einer prächtigen, feinporigen und schneeweißen Schaumkrone. In der Nase vernehmen wir in erster Linie dezentes Getreide und helles Malz, dazu eine leichte Hefenote. Im Hintergrund melden sich feine grasige und würzige Hopfenaromen.

Der Antrunk ist vollmundig, weich, gut süffig und mit einer zurückhaltenden Rezenz ausgestattet. Am Gaumen trifft eine leichte Malzsüße auf Getreide und Hefearomen. Danach kommt eine dezente Kräuter und Grasnote hinzu. Die Bittere bleibt zart, sorgt aber für genügend Struktur und sorgt für eine tolle Balance. Der Abgang ist leicht trocken und klingt feinherb aus.

Fazit: Das Wegseidla Helle Vollbier ist ein herrlich unkompliziertes fränkisches Helles. Es überzeugt durch eine gute Balance aus Süße, Hefefrucht, Würze und Bittere! Von uns BavarianBeerDudes gibt es deshalb eine klare Empfehlung!

Christian, BavarianBeerDudes
BiersorteHelles
Alkoholgehalt4,8 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (5) / Hopfen (2) / Hopfen (3)
BrauereiAufsesser Frank Rothenbach GmbH


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