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Biertests KW 42 / 2026

Folgende Bier hatten wir in der vergangen wundervollen Herbstwoche im Glas. Los ging’s mit dem Vilstaler Hell das für die Vilstaler Getränke GmbH gebraut wurde. Weiter ging’s mit dem Festbier vom Brauhaus Nittenau, gefolgt vom Meistersud von Wildbräu. Den Abschluss machte das Helle Lager vom Held Bräu.

Wir wünschen euch einen tollen Wochenstart, viel Spaß beim Lesen unserer Verkostungsberichte und beim stöbern auf unserem Bierblog , sowie ausschließlich tolle Biere in euren Gläsern!

Vilstaler Hell

Hergestellt für die Vilstaler Getränke GmbH, verkosten wir heute das Vilstaler Hell. Wo es tatsächlich gebraut wird, wissen wir nicht, es gibt ein paar Hinweise, eindeutig ist das jedoch nicht. Wir probieren es natürlich trotzdem sehr gerne!

Im Willybecher sehen wir ein strohgoldenes, glänzendes Bier das eine standhafte, feinporige und schneeweiße Schaumkrone mitbringt. Der Schaum haftet auch wunderbar an der Glasinnenwand. Der Geruch, der in seiner Intensität sehr mild gehalten ist, lässt malzige Aromen von Honig sowie eine sanfte Würze in unser Nasen ziehen. Auch im Geschmack ist das Vilstaler Hell eher mild geprägt, nach ein paar Sekunden stellen wir jedoch ernüchternd fest das die Milde leider viel zu ausgeprägt ist, denn Aromen kommen so gut wie keine an den Gaumen oder auf die Zunge. Schmeckt man genau hin gibt’s ein paar Noten von hellem Malz und etwas Restsüße, im Mittelteil eine extrem sanfte Hopfenwürze.

Durch den Malzkörper und einer zurückhaltenden Rezenz ist das Bier wirklich süffig, der Abgang verläuft einwandfrei. Im Nachhall hat man das Gefühl das etwas Herbe verbleibt und sogar leicht durstanregend wirkt.

Fazit: Für uns ist das Bier definitiv zu mild um sich dauerhaft einen Platz in unseren Bierkühlschränken zu erkämpfen. Aromen kommen kaum durch. Süffig ist es jedoch! Probiert am besten einfach selbst!

Martin, BavarianBeerDudes
BiersorteHelles
Alkoholgehalt4,8 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (7) / Hopfen (3)
Brauereigebraut für Vilstaler Getränke GmbH

Nittenauer Festbier vom Brauhaus Nittenau

Heute schauen wir mal wieder bei Sebastian und seinem Brauhaus Nittenau vorbei. Dabei lassen wir uns sein Festbier in unsere Willybecher einschenken! Im Glas präsentiert sich uns das Festbier in einem kräftigen Berstein- bis Kupferton. Bedeckt wird es von einer prächtigen, cremigen und beigen Schaumblume. In der Nase vernehmen wir klare malzige Aromen wie Biskuit, Karamell, frisches Brot und etwas Honig. Dazu gesellen sich dezente kräuterige und blumige Hopfennoten.

Der Antrunk ist vollmundig, dennoch weich und ist mit einer lebendigen Rezenz ausgestattet. Am Gaumen melden sich Noten von geröstetem Brot, Karamell, Honig und dezente Nussaromen. Im weiteren Genuss, werden die süßlich Malzigen Aromen von feinen zitrischen und kräuterigen Hopfennoten wunderbar eingefangen. Der Abgang ist herrlich ausgewogen, minimal herb und klingt wunderbar trocken aus. Da bekommt man sofort Lust auf den nächsten Schluck!

Fazit: Das Nittenauer Festbier ist ein klassisches Oberpfälzer Märzen, welches den Hauptaugenmerk ganz klar auf die Malzaromatik legt. Dabei wird es von feinen zurückhaltenden kräuterigen Hopfenaromen toll unterstüzt und kommt somit gut ausgewogen und super süffig daher! Absolute Empfehlung!

Christian, BavarianBeerDudes
BiersorteFestbier
Alkoholgehalt5,7 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (7,5) / Hopfen (2,5)
BrauereiBrauhaus Nittenau

Meistersud von Wildbräu

Heute haben wir den Meistersud Spezial im Glas. Gebraut wird er in der oberbayerischen Stadt Grafing bei der ältesten Privatbrauerei der Welt, beim Wildbräu. Und das, nach Angaben auf der Wildbräu Webseite, bereits seit dem Jahr 1060.

Optisch zeigt es sich in einem goldenen Farbton, filtriert und mit feinporiger Schaumblume die ihre Standfestigkeit jedoch relativ schnell verliert. Aus dem Bukett kommen deutlich malzige Aromen empor. Es duftet nach Apfel und Honig. Dazu eine sehr sanfte hintergründige Würze. Im Antrunk gehen wir realtiv malzsüß rein, wir haben erneut fruchtige Noten, diesmal allerdings ein fast pfirsichartiges Aroma, weiterhin etwas Honig, dazu Getreide und eine im Mittelteil doch recht präsente Hopfenherbe. Eine dezente Säure bringt Frische in das Bier.

Der Körper ist weich und cremig, die Rezenz zurückhaltend gestaltet. Richtung Abgang legt die Intensität aller genannten Aromen nochmal zu, es wird malzsüßer als noch im Antrunk, die Drinkability beweist ihr Können und der Nachhall hinterlässt feine fruchtige Noten, sowie eine leichte Trockenheit.

Fazit: Wildbräu legt uns hier ein wirklich gutes Spezialbier mit eine ausgeprägten Malz- und Fruchtaromatik in’s Glas. Da darf man gerne zugreifen und genießen.

Martin, BavarianBeerDudes
BiersorteSpezialbier
Alkoholgehalt5,8 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (6,5) / Hopfen (3,5)
BrauereiWildbräu, Grafing

Helles Lager von Held Bräu

Heute in der fränkischen Schweiz in Oberailsfeld bei der Held Bräu! Hier braut die Familienbrauerei, welche seit über 300 Jahren im Familienbesitz ist unter anderem ein Helles Lager. In unsere Willybecher fließt ein klares, goldgelbes Helles. Gekrönt wird es von einer prächtigen, feinporigen und schneeweißen Schaumkrone. In der Nase vernehmen wir zuerst frisches Getreide, helles Malz und eine dezente Honigsüße. Dazu gesellen sich Noten von Heu, Gras und florale Hopfenaromen.

Der Antrunk ist vollmundig, dennoch weich und mit einer angenehmen Perlage ausgestattet. Am Gaumen freuen wir uns über malzbetonte, brotige und feine honigsüße Aromen. Im weiteren Verlauf spielt eine würzige, leicht grasige Hopfennote mit. Die Bittere bleibt moderat, sorgt aber für eine gute Struktur! Der Abgang ist für ein Helles durchaus langanhaltend und klingt feinherb und leicht trocken aus. Da lässt der nächste Schluck nicht lang auf sich warten.

Fazit: Das Held Bräu Hell ist ein klassisches fränkisches Helles mit einer angenehmen Malzfülle, getreidigen und leicht honigsüßen Noten sowie einem feinherben und leicht floralen Hopfenausklang! Somit gibt es von uns BavarianBeerDudes eine klare Empfehlung! Wer von Euch hat das Held Hell schon probiert? Teilt uns Eure Erfahrung doch unten in den Kommentaren mit!

Christian, BavarianBeerDudes
BiersorteHelles Lager
Alkoholgehalt4,9 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (7) / Hopfen (3)
BrauereiHeld Bräu, Oberailsfeld


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