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Biertests KW 33 / 2026

Zwei Alkoholfreie, ein Bockbier und ein IPA lautet die Bilanz aus der vergangenen Wochen. Im Glas hatten wir das Chiemseer 0,0%, gefolgt vom Müllerbräu Jubiläumsbock. Weiter ging’s zur Mitte der Woche mit dem Alkoholfreien Hellen vom Wolferstetter, den Abschluss machte das IPA vom Haderner Bräu aus München.

Wir wünschen euch einen tollen Wochenstart, viel Spaß beim Lesen unserer Verkostungsberichte und beim stöbern auf unserem Bierblog , sowie ausschließlich tolle Biere in euren Gläsern!

Chiemseer 0,0

Kaum eine Brauerei kann mehr auf ein Alkoholfreies Bier verzichten. So hat auch die Paulaner Gruppe unter der Marke „Chiemseer“, das in der ebenfalls zu Paulaner gehörenden Spezialitätenbrauerei Rosenheim gebraut wird, ein Alkoholfreies Helles auf den Markt geworfen und das sogar in einer „0,0“ Version. Im Glas ist es goldgelb, filtriert und mit einer cremigen Schaumblume versehen, die verschwindet jedoch zügig und fast vollständig. Aus dem Bukett duftet es süßlich nach Maische, dazu etwas Getreide.

Im Antrunk steigen wir ebenfalls Malzsüß ein, die Intensität erhöht sich umso weiter wir zum Mittelteil kommen, es ist bei diesem Hellen aber nicht ganz so prägnant wie bei vielen Alkoholfreien Weißbieren bei denen die Gärung vorzeitig gestoppt wird. Dennoch übertrumpft die Süße alle anderen Geschmäcker, dazu erneut etwas Getreide und ein Hauch, aber wirklich nur ein Hauch, Hopfenherbe im Mittelteil. Der Körper ist für ein 0,0er außerordentlich vollmundig, das Brauwasser weich und die Rezenz prickelt fein auf der Zunge. Der Abgang bringt eine gut Süffigkeit mit, es klingt feinherb und gleichzeitig Malzsüßlich aus.

Fazit: Natürlich merkt man das es ein Alkoholfreies Bier ist. Die ganzen 0,0er Biere von Krombacher, Bitburger, Warsteiner und Konsorten fegt es unserer Meinung nach aber locker vom Tisch und enthält in diesem Segment somit eine Empfehlung von uns.

Martin, BavarianBeerDudes
BiersorteAlkoholfreies Helles
Alkoholgehalt0,0 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (8,5) / Hopfen (1,5)
BrauereiSpezialitätenbrauerei Rosenheim

Jubiläumsbock von Müllerbräu

Heute fließt ein heller Bock in unsere Willybecher. Er hört auf den Namen „Jubiläumsbock“ und stammt aus der oberbayerischen Müllerbräu in Pfaffenhofen. Eingebraut für 250 Jahre Müllerbräu. Im Glas präsentiert sich uns ein herrlicher minimal trüber und in einem kräftigen Goldgelb leuchtender heller Bock. Gekrönt wird er von einer prächtigen, cremigen, stabilen und schneeweißen Schaumkrone. In der Nase vernehmen wir in erster Linie malzige und honigsüße Aromen. Dazu gesellen sich Noten von frischem Hefeteig, Karamell und etwas Kräuterhopfen.

Der Antrunk ist vollmundig, cremig, rund und besitzt eine zurückhaltende Rezenz, was Ihn super süffig macht. Am Gaumen zeigt sich der Jubiläumsbock ausgewogen, Malzsüße und eine angenehme Hopfenbittere reichen sich die Hand! Angereichert wird das Ganze noch von hellen Keksen, Blütenhonig, Hefearomen, einer leichten Würzigkeit und etwas fruchtigen Beeren. Der Abgang ist mittellang, ebenfalls malzig und leicht wärmend. Der Alkohol bleibt angenehm eingebunden, ohne dabei spritig zu wirken. Feinherb und leicht trocken klingt der Bock aus.

Fazit: Ein sehr süffiger und zugänglicher heller Bock mit klassisch bayerischen Charakter. Ein harmonisches Starkbier. Besonders gelungen sind die weiche Malzigkeit und die angenehme Trinkbarkeit trotz der 6 vol.% Alkohol! TOP EMPFEHLUNG! Und damit sind wir uns mit dem European Beer Star einig, der dem Jubiläumsbock den GOLDAWARD 2025 verliehen hat!

Christian, BavarianBeerDudes
BiersorteHeller Bock
Alkoholgehalt5,0 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (5,5) / Hefe (1,5) / Hopfen (3)
BrauereiMüllerbräu, Pfaffenhofen

Wolferstetter Alkoholfreies Helles

Besonders an heißen Tagen wie wir sie derzeit haben, kann ein Alkoholfreies Helles eine schmackhafte Erfrischung sein, wenn’s gerade mal kein Alkohol sein soll. Heute verkosten wir das Wolferstetter Alkoholfreie Helle.

Im Glas präsentiert es sich in einem hellen Goldgelb, es ist absolut auf Hochglanz filtriert und bringt eine sehr feinporige Schaumblume mit, die jedoch schnell nachlässt. Bereits beim Einschenken strömen uns prägnante Malzaromen in die Nase. Riecht man nochmal drüber gibt’s neben den Honigaromen aber durchaus auch kräuterhafte Hopfennoten wahrzunehmen. Auf der Zunge haben wir im Antrunk zuerst ebenfalls eine leichte Süße auf der Zunge. Zum Mittelteil hin entsteht eine recht intensive und leider viel zu starke Säure, diese Überdeckt sowohl die Malz- als auch die Hopfenaromen, lediglich die Trockenheit kommt noch durch. Im Abgang fließt es ganz „OK“, die Rezenz prickelt, insgesamt wirkt es aber doch recht leer. Auch im Abgang bleibt zum Schluss hauptsächlich Säure übrig.

Fazit: In Geruch und Antrunk ganz ok, ab dem Mittelteil ist die Säure insgesamt viel zu prägnant vorhanden. Außerdem werden in diesem Alkoholfreien Hellen sowohl Hopfenextrakt als auch Farbebier(!) eingesetzt. Somit leider nix für uns, aber probiert ruhig einfach selber.

Martin, BavarianBeerDudes
BiersorteAlkoholfreies Helles
Alkoholgehalt< 0,5 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (5) / Hopfen (5)
BrauereiWolferstetter Bräu, Vilshofen a. d. Donau

India Pale Ale von Haderner Bräu

Heute in der Landeshauptstadt bei Marta und Thomas und Ihrer Haderner Bräu. In unsere Teku-Pokale fließt heute das India Pale Ale! Im Glas präsentiert sich uns das IPA wunderbar trüb und in den Farben Orangegold und Hellbraun. Gekrönt wird es von einer ordentlichen, feinporigen und leicht beigen Schaumblume. In der Nase vernehmen wir ein leicht süßliches Malzbouquet aber es dominieren ganz klar die hopfigen und fruchtigen Noten. Diese reichen von Zitrus über süß bis grasig!

Der Antrunk ist vollmundig und mit einer leicht feinperligen Rezenz ausgestattet. Am Gaumen kommt eine feine Honigsüße an, welche aber umgehend von fruchtigen Aromen und einer spürbaren Hopfenbittere gut ausbalanciert wird. Das IPA hat ein herrliches Mundgefühl von leicht cremig bis bitter herb ist alles dabei. Der Abgang ist super langanhaltend, ordentlich aber nicht übertrieben bitter und klingt gut herb und trocken aus.

Fazit: Das Haderner IPA ist erfrischend, dezent süß mit einer vergleichsweise sanften Bittere für den Stil. Wodurch es trotz des knackigen Hopfenprofils eher zugänglich, als extrem ist und dadurch auch für IPA-Einsteiger super interessant ist! Top Empfehlung von uns BavarianBeerDudes nach München in den Stadtteil Hadern!

Christian, BavarianBeerDudes
BiersorteIndia Pale Ale
Alkoholgehalt6,0 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (3) / Hefe (2) / Hopfen (5)
BrauereiHaderner Bräu, München


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