Du betrachtest gerade Biertests KW 36 / 2026

Biertests KW 36 / 2026

In KW36 gab’s es erneut vier Biere die es bei uns in die Verkostung geschafft haben. Und ein weiteres Mal hat sich so auch bewiesen, wie gut die Biere aus unseren kleinen und mittelständischen Brauereien sind. Am Start waren das Zirndorfer Hell von der Brauerei Tucher, ein Helles von der Brauerei Fässla in Bamberg, der Weizen-Doppelbock Karmentinus von der Karmeliter Brauerei und das Stadtbier von Becherbräu.

Wir wünschen euch einen tollen Wochenstart, viel Spaß beim Lesen unserer Verkostungsberichte und beim stöbern auf unserem Bierblog , sowie ausschließlich tolle Biere in euren Gläsern!

Zirndorfer Hell

Bereits vor 30 Jahren ging die Marke Zirndorfer in den Besitz der Tucher Privatbrauerei über. Gebraut wird das Bier heute an der Stadtgrenze Nürnberg/Fürth. Das Tucher ihre Marken „atmen“ lässt und vernünftige Biere in die Flasche bringt, wissen wir. Wie sieht es mit dem Zirndorfer Hell aus ?

Im Glas zeigt es sich filtriert, mit hellgoldener Farbe und einer gemischtporigen Schaumblume. Malzig und Getreidig, fast leicht stohig und vermischt mit einer Spur von Hopfen, zieht der Duft, begleitet von sanften zitralen Aromen, in unsere Nasen. Der Antrunk legt uns ein frisches, leicht fruchtiges Bier auf die Zunge. Apfelaromen kommen durch, eine Hintergründige Würze macht sich breit und der Mittelteil bringt eine behutsame Hopfenherbe mit. Aus dem Hintergrund meint man eine nuancierte Karamellsüße wahrzunehmen. Der Körper besitzt eine mittlere Vollmundigkeit und die Karbonisierung prickelt durchaus auf der Zunge. Der Abgang versprüht eine wirklich ausgeprägte Frische, es verleiben Apfelaromen gepaart mit einer durstanregenden Hopfenherbe.

Fazit: Das Zirndorfer Hell ist ein gutes Bier mit fruchtigen Aromen und intensiver Frische. Das lässt man sich gerne in’s Glas fließen.

Martin, BavarianBeerDudes
BiersorteHelles
Alkoholgehalt5,3 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (5,5) / Hefe (1,5) / Hopfen (3)
BrauereiTucher, Nürnberg

Fässla Helles

Wir sind heute im oberfränkischen Bamberg, bei der Brauerei Fässla! Hier bekommen wir das Fässla Helles eingeschenkt. Im Willybecher präsentiert sich uns ein leicht opales und goldgelb leuchtendes untergäriges Bier. Gekrönt wird es von einer prächtigen, feinporigen und schneeweißen Schaumkrone. In der Nase vernehmen wir zuerst deutliche Getreide und helle Malzaromen. Dazu gesellen sich leichte Honignoten und dezente florale Hopfentöne.

Der Antrunk ist weich, vollmundig malzig und ist mit einer eher zurückhaltenden Rezenz ausgestattet. Süßliches Gerstenmalz und Getreide geben zunächst den Ton an. Dahinter kommt eine dezente, würzige Hopfennote zum Vorschein. Die Bittere bleibt dabei zurückhaltend, sorgt aber für eine gute Balance. Insgesamt ist das Helle süffig, frisch und ausgewogen! Der mittellange Abgang ist ebenfalls von Malzaromen geprägt und klingt herrlich feinherb aus und macht somit umgehend Lust auf den nächsten Schluck!

Fazit: Ein klassisches , sehr süffiges fränkisches Helles, das nicht mit extremer Hopfenaromatik oder übertriebener Malzsüße punkten möchte, sondern mit guter Balance und starker Drinkability. Besonders gelungen ist die Kombi aus weichem Malzkörper und dezenter Hopfenwürze und der angenehmen Frische. Deshalb wird es von uns mit einer Empfehlung versehen!

Christian, BavarianBeerDudes
BiersorteHelles
Alkoholgehalt5,6 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (5,5) / Hefe (1) / Hopfen (3,5)
BrauereiFässla, Bamberg

Weizen-Doppelbock Karmentinus von der Karmeliter Brauerei

Wir schauen heute in die niederbayerische Stadt Straubing, Heimat des bekannten Gäubodenfestes und einer der ältesten Brauereien Deutschlands, der 1367 gegründeten Karmeliten Brauerei. In den Stutzen fließt der „Karmentinus“, ein Heller Weizen-Doppelbock. Hefetrüb und Bernsteinfarben präsentiert sich das Bier im Glas, es bildet eine cremige und standhafte Schaumkrone. Aus dem Buket zieht uns eine fruchtige Vielfalt in die Nasen. Banane, Aprikose und dunkle Beeren. Karamell- und Brotaromen runden das komplexe und harmonische Duftprofil ab. Fruchtig und malzsüß steigen wir auch in den vollmundigen und sahnigen Antrunk ein.

Die Banane wirkt nun etwas „reifer“, Pfirsich kommt dazu, Karamell ist weiterhin markant vorhanden und die Nelke grüßt aus der zweiten Reihe. In der zweiten Hälfte schiebt sich eine dezent alkoholische Note zwischen die Fruchtaromen. Genau in der Intensität die einem verrät das wir hier einen Doppelbock vor uns haben, aber nie in einer Stärke welche einem die acht Umdrehungen vermuten lässt, die das Bier mitbringt! Die Rezenz ist sehr mild gestaltet, langsam und sämig gleitet der Bock nach unten. Hinten raus lässt der Karmentinus alles nachhallen was ihn ausmacht, viel Fruchtigkeit und Malzsüße!

Fazit: Der Karmentinus ist ein grandioser Weizen Doppelbock. Viel Fruchtigkeit, harmonisch und ausgewogen, smoother Körper und hohe Drinkability. Mit seinen sehr gut im Geschmacksprofil versteckten 8% bringt dieser Doppelbock die von uns so geliebte „Hinterfotzigkeit“ mit! Deswegen mit Vorsicht genießen Von uns gibt es für den Karmentinus eine unbedingte Empfehlung!

Martin, BavarianBeerDudes
BiersorteWeizen-Doppelbock
Alkoholgehalt8 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (4,5) / Hefe (4,5) / Hopfen (1)
BrauereiKarmeliter Brauerei, Straubing

Stadtbier von Becher Bräu

Heute sind wir im oberfränkischen Bayreuth bei der Becher Bräu. Hier verkosten wir das Stadtbier, ein untergäriges Helles Lagerbier. Im Willybecher präsentiert es sich uns herrlich opalin und in einem kräftigen Goldgelb bis leicht Bersteinfarben. Gekrönt wird es von einer prächtigen, feinporigen und schneeweißen Schaumkrone. In der Nase vernehmen wir zuerst deutlich malzbetonte Aromen wie helles Brot, Getreide und etwas feiner Honig. Dazu gesellen sich leichte karamellige Noten und eine dezente kräuterige Hopfennote.

Der Antrunk ist weich und malzig, mit einer angenehmen Vollmundigkeit und einer zurückhaltenden Rezenz. Brotige und leicht karamellige Noten bestimmen zunächst das Aroma am Gaumen. Dahinter entwickelt sich eine moderate, eher würzige Hopfenherbe. Die süßen Aromen bleiben dabei gut eingebunden. Der Abgang ist leicht herb, ebenfalls malzig und relativ trocken.

Fazit: Ein super schönes, aromatisches Beispiel für die traditionelle Bayreuther Bierkultur, malzig, süffig, würzig und angenehm herb im Nachtrunk! Ein ehrliches Wirtshausbier mit Charakter! Dafür gibt es auch ein klare Empfehlung von uns BavarianBeerDudes!

Christian, BavarianBeerDudes
BiersorteHelles Lagerbier
Alkoholgehalt5,6 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (5) / Hefe (1,5) / Hopfen (3,5)
BrauereiBecher Bräu, Bayreuth


Besucht uns auch auf Facebook und Instagram!
Und hier geht’s zu den anderen Biertests: Klick!
Hier geht’s zurück zur Bierblog Startseite

Schreibe einen Kommentar