Du betrachtest gerade Biertests KW 35 / 2026

Biertests KW 35 / 2026

In der vergangenen Woche haben wir wieder vier Biere für euch verkostet. Diesmal hatten wir folgende Vertreter am Start. Die Arber Weisse vom Falterbräu Drachselsried, den Commerzienrat vom Brauhaus Riegele, das Dult Festbier von der Brauerei Hacklberg und das Huppendorfer Öchsla von der Brauerei Grasser.

Wir wünschen euch einen tollen Wochenstart, viel Spaß beim Lesen unserer Verkostungsberichte und beim stöbern auf unserem Bierblog , sowie ausschließlich tolle Biere in euren Gläsern!

Arber Weisse vom Falterbräu Drachselsried

Ein weiteres Mal lassen wir den Blick Richtung Arberland schweifen und verkosten vom Drachselsrieder Falterbräu im Bayerischen Wald die Arber Weisse.

Im Stutzen haben wir ein Bernsteinfarbenes Weissbier das von einer fein- bis mittelporigen Schaumkrone besetzt ist, die Standfestigkeit ist dabei von relativ kurzer Dauer, lediglich eine schmale Schicht bleibt vorhanden. Der Geruch kommt frisch und fruchtig rüber, Bananenaromen sind präsent aber nicht übertrieben, dazu ein Hauch Nelke und die klassische Hefe-Aromatik, leicht teigig bzw. brotig. Im Antrunk dreht sich das Bild etwas um. Die Esterfruchtigkeit tritt in den Hintergrund, die Bananennoten sind sekundär aber weiter vorhanden und schön wahrnehmbar. Tonangebend ist nun jedoch die klassische Hefe-Aromatik in Verbindung mit Nelke.

Insgesamt wirkt der Körper leicht, rund und stimmig. Die sanft spritzige Karbonisierung ist gut eingebunden. Der Abgang verläuft reibungslos und löscht den Durst, dabei entsteht sogar noch eine dezente Hopfenherbe.

Fazit: Der Falterbräu legt uns hier ein Weissbier mit harmonischer Aromatik und hoher Trinkbarkeit in’s Glas. Sowohl Fans der klassischen, hefigen Weissbier Varianten als auch Liebhaber von fruchtigen Biere können hier zugreifen. Von uns gibt’s ne eindeutige Empfehlung!

Martin, BavarianBeerDudes
BiersorteWeizen
Alkoholgehalt5,3 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (4) / Hefe (4,5) / Hopfen (1,5)
BrauereiFalterbräu, Drachselsried

Commerzienrat vom Brauhaus Riegele

Heute verkosten wir ein Bier mit einer „Besonderheit“! Dabei handelt es sich um den Commerzienrat aus dem Brauhaus Riegele im schwäbischen Augsburg. Das Bier entsteht unter anderem durch die Spelzentrennung (Die Schale des Malzkorns, in der die bitteren Gerbstoffe sitzen, wird vor dem Einmaischen vom Korn getrennt!).

Im Willybecher präsentiert sich uns ein nahezu glanzfeines und goldgelb leuchtendes Bier. Gekrönt wird es von einer außerordentlich prächtigen, cremigen und schneeweißen Schaumkrone, welche herrliche Schaumringe am Glas hinterlässt. In der Nase vernehmen wir gut malzbetonte Aromen wie Getreide, frisches Brot und etwas Honig. Dazu gesellen sich dezente hopfenwürzige Noten und im Hintergrund leichte florale Aromen.

Der Antrunk ist ausgesprochen weich, rund und besitzt eine eher zurückhaltende Rezenz. Auch am Gaumen dominieren die hellen malzigen Aromen wie feine Brotkruste und leichte Getreidesüße. Dazu gesellt sich im laufe des Genusses eine dezente Hopfenwürze, ohne dabei das Bier zu bitter wirken zu lassen! Der Abgang ist mittellang, würzig-malzig und nur moderat bitter. Eine angenehme trockene Note sorgt dafür, das der nächste Schluck nicht lange auf sich warten lässt! So muss das sein!

Fazit: Der Commerzienrat ist ein hervorragend ausbalanciertes bayerisches Spezialitätenbier! Die Kombi aus feiner Malzsüße, Würze und dezenter Hopfenbittere macht es zu einer äußerst gelungen Bierspeziallität! Dazu ist es ungemein süffig! So lieben wir Bayern! TOP Empfehlung von uns BavarianBeerDudes!

Christian, BavarianBeerDudes
BiersorteUntergäriges Spezialbier
Alkoholgehalt5,2 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (7) / Hopfen (3)
BrauereiBrauhaus Riegele, Augsburg

Dult Festbier von der Brauerei Hacklberg

Die Festzeit ist in vollem Gange und deswegen schauen wir ein weiteres Mal nach Passau in die Brauerei Hacklberg. Dort wird auch heuer wieder eine Ausgabe des „Dultfestbier“ gebraut dem wir uns heute sehr gerne widmen.

Die äußeren Merkmale definieren sich durch eine strohgoldene Farbe und eine weiße cremige Schamblume. Die baut sich zwar nicht monströs auf, die Haltbarkeit des Schaumes den man auf dem Bild sehen kann ist jedoch außerordentlich gut. Das Bukett kommt super frisch rüber, es duftet nach zitralen Aromen, leicht grasig und würzig, auch das Malz kommt gut durch. Der Antrunk legt uns ein vollmundiges Bier mit zurückhaltender Rezenz auf die Zunge. Wir steigen malzig ein, ehe dann im Mittelteil der Hopfen sein Stelldichein hält. Malz und Hopfen harmonieren gut, es schmeckt weiterhin leicht grasig und eine feine Herbe zieht ein. Das Bier vermittelt einen unheimlich frischen Eindruck und besitzt eine ausgeprägte Drinkability. Zum Ende klingt es relativ herb aus und generiert ordentlich Durst.

Fazit: Wir haben hier ein frisches, vollmundiges Festbier mit toller Drinkability. Das Malz und der für ein Festbier durchaus gehobene Hopfenanteil harmonieren sehr gut. Dieses Festbier macht einfach Spaß!

Martin, BavarianBeerDudes
BiersorteFestbier
Alkoholgehalt5,5 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (6) / Hopfen (4)
BrauereiBrauerei Hacklberg, Passau

Huppendorfer Öchsla von der Brauerei Grasser

Heute sind wir im oberfränkischen Landkreis Bamberg, bei der Brauerei Grasser in Huppendorf. Hier bekommen wir das Öchsla eingeschenkt! Das Öchsla ist das saisonale Pfingstbier/Frühlingsbier der Huppendorfer. Im Willybecher präsentiert sich uns ein nahezu blankfiltriertes und leuchtendes Bernstein bis tief goldbraunes Bier. Gekrönt wird es von einer prächtigen, feinporigen und minimal beigen Schaumkrone. In der Nase vernehmen wir in erster Linie deutliche Malzaromen wie Brotkruste, Karamell und Biskuit.

Dazu gesellen sich strohige und leicht blumige Hopfennoten. Der Antrunk ist herrlich weich, angenehm vollmundig und mit einer feinperligen Rezenz ausgestattet. Unser Gaumen erfreut sich an einem ausgesprochen malzbetontem süffigem Frühlingsbier. Biskuit, Getreide und Karamell werden von einer feinwürzigen Hopfennote begleitet. Die Hopfenbittere ist mittel ausgeprägt und verhindert, dass das Öchsla zu süß wirkt. Der Abgang ist mittellang mit leichten Orangenfruchtnoten und klingt feinherb und leicht trocken aus.

Fazit: Ein sehr gelungenes fränkisches Frühlingsbier, das seine Stärke in der Kombi aus karamelligem Malz, dezenter Frucht und würzigem Hopfen gekonnt ausspielt! Dafür gibt es von uns BavarianBeerDudes eine top Empfehlung, unbedingt PROBIEREN!

Christian, BavarianBeerDudes
BiersorteFrühlingsbier / Festbier
Alkoholgehalt5,2 % vol.
Verhältnis Malz <-> Hopfen (Skala 1-10)Malz (6,5) / Hopfen (3,5)
BrauereiGrasser, Huppendorf


Besucht uns auch auf Facebook und Instagram!
Und hier geht’s zu den anderen Biertests: Klick!
Hier geht’s zurück zur Bierblog Startseite

Schreibe einen Kommentar