Die brutale Hitze kommt zurück. Und wie könnte man sich besser und genussvoller abkühlen als mit einem guten Bier aus unseren kleinen und mittelständigen Brauereien aus Bayern. Bestens dafür geeignet sind die Biere aus unserer vergangenen Verkostungswoche. Das waren diesmal: Das Fahnenschwinger Export der Dampfbierbrauerei Zwiesel, das 1904 Pale Märzen von der Brauereri Rhaner, das 1422 Helle von der Brauerei Rittmayer und das Mandarina Bavaria Hell von der Privtbrauerei Schnitzlbaumer.
Wir wünschen euch einen tollen Wochenstart, viel Spaß beim Lesen unserer Verkostungsberichte und beim stöbern auf unserem Bierblog , sowie ausschließlich tolle Biere in euren Gläsern!
Fahnenschwinger Export von der Dampfbierbrauerei Zwiesel
Vor kurzem waren wir zu Besuch in der Dampfbierbrauerei Zwiesel. Und wir waren beeindruckt, von den Menschen und auch vom Bier! Einen ausführlichen Bericht wird es in einigen Wochen auf www.bavarianbeerdudes.de geben. Heute verkosten wir schon mal das Fahnenschwinger Export für euch!
Optisch zeigt es sich honigfarben und mit einer feinporigen Schaumblume. Die Farbe passt zu dem was wir im Bukett wahrnehmen, knackige malzbetonte Aromen von Honig und Karamell, fruchtig und auch etwas hefig! Der Antrunk trifft vollmundig undweich auf unsere Zunge, verstärkt wird dieser Effekt durch die milde Rezenz. Auf der Geschmacksseite bekommen wir die Aromen aus dem Bukett nun auch an den Gaumen gelegt. Malzsüße Noten von Honig, dazu Getreide. Im Mittelteil kommt der Hopfen nach oben, die bisher noch vorherrschende Malzsüße wird vom grünen Gold eingefangen, die beiden Rohstoffe bilden eine Symbiose und harmonieren wunderbar. Im Abgang gleitet das Bier samtig nach unten und wird an dieser Stelle zart alkoholisch, man darf hier schon merken das man ein Export im Glas hat! Hinten raus verbleiben besonders die Malzaromen und leichte Herbe.
Fazit: Das Team um Andreas Keller und Mark Pfeffer legt uns hier ein echtes Brett in’s Glas. Schwerer, vollmundiger Körper, knackige Malzaromen, begleitet von sanfter Herbe. Ein Export zum Verlieben! Für dieses Bier geht ein großer Applaus nach Zwiesel, versehen mit einer Turbo-Top-Probierempfehlung von uns!
Heute schauen wir mal wieder in Schönthal bei der Familie Plößl und Ihrer Rhaner-Bräu vorbei. Vom Junior-Chef dem Max, lassen wir uns aus der Rhaner Biermanufaktur das 1904 Rhaner Pale Märzen einschenken. Ein untergäriges kaltgehopftes Pale Märzen! Im Glas präsentiert sich uns ein herrliches unfiltriertes und bernstein- bis kupferfarbenes Pale Märzen. Gekrönt wird es von einer prächtigen, cremigen, stabilen und cremefarbenen Schaumkrone.
In der Nase vernehmen wir intensive fruchtige Hopfennoten nach Mango, Aprikose, Holunder, etwas Zitrus und einen Hauch Pinie. Dazu gesellet sich ein angenehmer brotiger Malzkörper. Der Antrunk ist vollmundig, dennoch weich und mit einer zurückhaltenden Rezenz ausgestattet. Am Gaumen freuen wir uns zuerst über eine feine Malzbasis mit frischer Brotkruste, bevor die Kalthopfung das Kommando übernimmt. Pinenharz, Aprikose und Mango sorgen für eine moderne, fruchtige Aromatik, ohne dabei die Balance zu verlieren. Die Bittere bleibt moderat und harmonisch eingebunden. Der Abgang ist trocken, leicht harzig und minimal herb. Die fruchtigen Hopfennoten bleiben lange präsent und verleihen dem Bier für ein Märzen, einen spannenden, modernen Charakter!
Fazit: Das 1904 RPM verbindet die malzige Basis eines klassischen Märzens mit der Frische und Fruchtigkeit eines modernen kaltgehopften „Craft-Bieres“! Wir BavarianBeerDudes, finden diese Kombi sensationell und sprechen dafür ein glasklare Empfehlung aus, verbunden mit einer PROBIERPFLICHT für alle die eine moderne Hopfenaromatik mögen!
Ein Bier wie früher: Bereits 1422 erhielt das ehemals Gräfliche Brauhaus vom Markgrafen von Kulmbach ein Wappen für sein gutes Bier verliehen. Dieses naturtrübe, helle Vollbier bewahrt die lange Tradition der heutigen Familienbrauerei. Ursprünglich, vollmundig. Eben wie früher“. Das schreibt die Brauerei Rittmayer aus Hallerndorf zu ihrem 1422 ein Helles Vollbier. Wir verkosten es heute.
Auf Hochglanz filtriert und in schimmernden Gold, kommt es mit einer fein- bis mittelporigen Schaumblume in’s Glas. Der Duft lässt eher milde Geruchsnoten in unsere Nase wehen, wir stellen ein frisches, leicht blumiges Bukett mit hellen Malzaromen, sowie hefige Nuancen fest. Der Antrunk kommt zuerst getreidig rüber, dann setzt der Hopfen ein, verbreitet eine sanfte Herbe und grasige Aromen. Auch jetzt nehmen wir deutlich die Hefe war, sogar auf einem etwas höheren Level als noch im Geruch. Der Abgang lässt das Bier widerstandslos und geschmeidig nach unten gleiten. Im Nachhall haben wir eine subtile Hopfenherbe die den Durst anregt, vereint mit grasigen Noten.
Fazit: Absolut rundes und harmonisches Bier. Die Intensität der Aromen ist eher mild gehalten, es wirkt frisch und bringt eine enorm hohe Drinkability mit. Wir sprechen eine klare Empfehlung für das 1422 Helle aus.
Mandarina Bavaria Hell von der Brauerei Schnitzlbaumer
Heute verkosten wir das Mandarina Bavaria Hell von der Familie Frauendörfer und Ihrer Privatbrauerei Schnitzlbaumer im oberbayerischen Traunstein! Im Glas präsentiert sich uns ein naturtrübes Helles in einem herrlichen hellen Goldgelb. Gekrönt wird es von einer prächtigen, stabilen, feinporigen und schneeweißen Schaumkrone. In der Nase vernehmen wir in erster Linie fruchtige Hopfenaromen wie Orange, Mandarine und etwas Zitrus. Dahinter gesellen sich dezente Malznoten wie helles Brot dazu.
Das Helle hat einen mittelkräfitgen Körper und ist mit einer lebendigen Kohlensäure ausgestattet. Durch die fruchtige Hopfenaromatik ist das Bier sehr erfrischend und gut süffig. Der Gaumen wird von einer milden Malzsüße verwöhnt, welche aber schnell von den fruchtigen Hopfenaromen wie Mandarine, Orange und Zitrus abgelöst werden. Das unfiltrierte Helle bleibt dabei aber sehr schön in Balance. Der Abgang ist für ein Helles durchaus langanhaltend, mit einer feinen Bittere, leichter Würze, grasigen Aromen und klingt leicht feinherb aus.
Fazit: Hier wird ein modernes, aromabetontes Helles mit deutlichem Fokus auf den Mandarina-Bavaria-Hopfen gebraut. Die Kombi aus klassischer Malzbasis und der fruchtigen Hopfenaromatik machen es besonders sommerlich und erfrischend! Top Empfehlung von uns BavarianBeerDudes!
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