Langsam rückt der Herbst näher und so nimmt bei uns auch die Verkostung von Dunklen Bieren zu. Diese Woche gab’s schon mal zwei davon. Komplettiert wurde die Woche durch ein Kellerbier und einen Weizenbock, die beiden ebenfalls wunderbar in die kühlere Jahreszeit passen. Konkret am Start hatten wir die Schwarze von Innstadt-Bräu, ein Kellerbier vom Brauhaus Riegele, nochmal eine Dunkles vom Falterbräu Drachselsried und den Gutmann Weizenbock.
Wir wünschen euch einen tollen Wochenstart, viel Spaß beim Lesen unserer Verkostungsberichte und beim stöbern auf unserem Bierblog , sowie ausschließlich tolle Biere in euren Gläsern!
Die Schwarze von Innstadt Bräu / Brauerei Hacklberg
Man traut es sich ja kaum zu sagen, aber so lange ist es nicht mehr hin bis in den Herbst und Winter. Für uns traditionell die Zeit, Körper und Geist mit köstlichen Dunklen Bieren von Innen zu wärmen. Da darf man auch gern im August schon mal schauen was sich im Glas lohnt! Heute testen wir die „Schwarze“, ein Dunkles Bier der Marke Innstadt-Bräu aus Passau.
Im Glas kommt es gar nicht so schwarz daher wie der Name vermuten lässt, stattdessen haben wir ein klares Kastanienbraun durch welches das Licht noch sehr gut durchdringt und eine schönen Rotschein erzeugt. Getoppt wird das Bier von einer beigen, fast schon malzbraunen mittelporigen Schaumblume.
Der Geruch ist top! Es riecht intensiv nach frisch aus dem Ofen geholten Bauernbrot mit dampfender Kruste, dazu Röstmalz und eine hintergründige Malzsüße. Die ist auch das erste was sich im Antrunk wahrnehmen lässt. Danach geht das Aroma sehr schnell in würzige Röstmalz- und Kaffeenoten über, der Mittelteil spendiert uns dann auch noch einen Hauch Hopfen inklusive dezenter Herbe. Die Rezenz prickelt leicht auf der Zunge, zum Abgang hin nimmt die gefühlte Rezenz noch etwa zu. Trotzdem läuft es leichtgängig und ohne jegliches Hemmnis nach unten. Der Nachhall vermittelt ein sanftes Malzaroma und eine Hopfenherbe die den Durst anregt!
Fazit: Die „Schwarze“ ist ein super rustikales, handwerklich hervorragend gemachtes Dunkles mit toller Malzaromatik. Von uns gibt es eine glasklare Empfehlung!
Vom Brauhaus Riegele aus dem schwäbischen Augsburg fließt heute das unfiltrierte Kellerbier in unsere Willybecher. Im Glas präsentiert sich uns ein herrlich trübes, kastanienbraunes bis bernsteinfarbenes Kellerbier. Gekrönt wird es von einer prächtigen, stabilen, feinporigen und leicht beigen Schaumkrone. In der Nase vernehmen wir deutliche Malznoten wie Karamell, frisches Brot und etwas Biskuit. Dazu gesellen sich fruchtig Aromen wie Apfel und Aprikose. Begleitet von einer dezenten kräuterigen Hopfenwürze.
Der vollmundige Antrunk ist cremig weich und mit einer zurückhaltenden Rezenz ausgestattet. Der Gaumen erfreut sich ebenfalls an süßlichen Malzaromen wie Honig, Karamell und frischem Brot. Dann kommen hefefruchtige Noten wie Aprikose und Orange hinzu. Die würzige Hopfenbitter hält sich im Hintergrund auf und sorgt für eine angenehme Balance. Der Abgang ist angenehm malzig, mit feiner Hopfenwürze und einem Hauch Frucht. Die Bittere bleibt dezent und macht Lust auf den nächsten Schluck!
Fazit: Das Riegele Kellerbier gehört mit seiner Kombi aus süßlichem Malz und der fruchtigen Hefe zu den charakterstärkeren Vertretern unter den Kellerbieren. Dazu ist es unglaublich süffig und erfrischend! Von uns BavarianBeerDudes gibt es dafür eine absolute Empfehlung und für Liebhaber von unfiltrierten Bieren ein PROBIERPFLICHT!
In der Umgebung des Arbers im Bayerischen Wald liegt der niederbayerische Erholungsort Drachselsried. Und wie könnte man sich besser Erholen als mit einer kühlen Halben auf der Bank zu sitzen und den Blick zum „König des Bayerischen Waldes“ schweifen zu lassen. Passend dazu das Bier! Wir schenken uns das Arber Premium Dunkel vom Falterbräu Drachselsried in’s Glas.
In der Farbe haben wir ein wunderschönes Kastanienbraun das von deutlichen rötlichen Reflexen durchdrungen ist. Das Bier wird von einer beigen, gemischtporigen Schaumblume verziert. In unsere Nasen ziehen Röstmalzaromen, etwas Karamell und eine feine Hopfennote. Insgesamt duftet es schön ausbalanciert. Der Antrunk bringt ein kräftiges Malzaroma mit ebenfalls deutlichen Karamellnoten und etwas Schokolade auf unsere Zunge. Dazu gesellen sich das Röstmalz und ab dem Mittelteil eine gut wahrnehmbare Hopfen Aromatik mit entsprechender Trockenheit. Die Rezenz prickelt mild auf der Zunge, der Körper besitzt eine mittlere Vollmundigkeit. Der leichtgängig Abgang hinterlässt eine durstanregende Herbe.
Fazit: Wir haben hier ein gutes Dunkles im Glas. Süße, Herbe und Röstmalzaromen harmonieren einwandfrei. Da gießen wir uns gerne noch ein zweites in’s Glas. Wir empfehlen das Bier gerne weiter.
Heute kommt im oberbayerischen Landkreis Eichstätt eine echte bayerische Bierspezialität in den Weissbierstutzen. Dabei handelt es sich um einen Hellen Weizenbock von der Brauerei Gutmann aus Titting! Im Stutzen präsentiert sich uns der Bock in herrlichem hefetrüben, leuchtenden, Gold bis Apricot! Darüber baut sich eine prächtige, feinporige und cremige Schaumkrone auf, welche lange stabil bleibt und eine sehr schöne Haftung am Glas zeigt. In der Nase bekommen wir reife Banane, frische Hefe und Gewürznelke serviert. Dahinter zeigen sich Noten von Vanille, feiner Honig und ein Hauch Zitrus.
Der Antrunk ist wunderbar cremig, weich, rund und vollmundig. Die Rezenz ist feinperlig und unterstützt die Fruchtigkeit. Unser Gaumen erfreut sich in erster Linie an deutlicher Malzsüße. Die fruchtigen Hefearomen erinnern an Banane, Birne und Aprikose. Dazu gesellen sich würzige Aromen von Nelke, sowie feine Karamell und Honignoten. Die 7,2 vol.% Alkohol sind spürbar, aber gekonnt eingebunden und verleihen dem Bock ein angenehme wohlige Wärme. Der Abgang ist herrlich langanhaltend, sehr aromatisch mit fruchtigen und malzigen Eindrücken! Eine leichte Süße bleibt bis zum Schluss, während die fruchtigen Hefearomen langsam ausklingen!
Fazit: Das Team aus Titting zaubert uns hier einen excellenten hellen Weizenbock in den Stutzen: Kräftig, süßmalzig, fruchtig und würzig zugleich. Der cremige Körper ist spitzenmäßig ausgewogen, begeistert uns aber durch die drei Komponenten: Süßmalzig, hefefruchtig und würzig! Uneingeschränkte Empfehlung!
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