Eine weitere, geschmacklich sehr erfreuliche Verkostungswoche liegt hinter uns. Wir haben uns diesmal in der Oberpfalz, in Niederbayern und in Oberbayern bewegt. Vom Dimpfl Bräu floß s’Kötztinger in unsere Gläser. Weiter ging’s mit dem Schutter Export von Griesmüllers Altstadtbrauerei. Vom Arcobräu in Moos gab’s ein Leichtes Weissbier, ehe die Woche mit dem Dunkeln vom Müllerbräu ausklang.
Wir wünschen euch einen tollen Wochenstart, viel Spaß beim Lesen unserer Verkostungsberichte und beim stöbern auf unserem Bierblog , sowie ausschließlich tolle Biere in euren Gläsern!
Zu Ehren des kurfürstlichen Hofbräuhauses, das Maximilian von Bayern im Jahre 1617 in Bad Kötzting in der Oberpfalz errichten ließ, wird beim Dimpfl Bräu s’Kötztinger, ein Helles Vollbier gebraut!
Im Glas sehen wir ein Bernsteinfarbenes, opalines Bier, mit gemischtporiger und anfangs opulenter Schaumblume, die sich aber recht schnell fast vollständig zurückzieht. Der Geruch dagegen zeigt die völlige Präsenz des Malzes! Es duftet herrlich nach frischen Bauernbrot mit röscher Kruste, dazu Honig- und Karamellnoten! In den Antrunk starten wir mit einer ordentlichen Malzsüße. Wir dürfen nun das selbe Aromenspektrum wie im Geruch nun nochmals auf der Zunge erleben. Brotteig, Karamell und Honig schmeicheln dem Gaumen. Im Mittelteil kommt eine sekundäre Hopfenherbe dazu die eine sanfte Trockenheit generiert, das Malz bleibt aber klar tonangebend. Das Bier ist absolut vollmundig, mit einer leicht prickelnden Rezenz ausgestattet und im Abgang schon fast herrlich ölig, nicht in der Intensität eines Bockbieres, aber doch schon ganz schön ordentlich! Zum Ende verbleiben die Malzsüße und eine milde Trockenheit.
Fazit: Ganz starkes und vollmundiges Helles aus Bad Kötzting mit einer intensiven Malzaromatik! Der Geruch sagt einem sofort: „Hier bin ich, trink mich, jetzt!“. Der Geschmack ergänzt „Für heute sollst du kein anderes Bier neben mir haben“ und genau so soll es sein! Einmal mehr eine saustarke Leistung vom Dimpfl!
Schutter Export von der Altstadtbrauerei Griesmüller
Im oberbayerischen Ingolstadt bei der Altstadtbrauerei Griesmüller verkosten wir heute das Schutter Export ein helles Exportbier. Im Willybecher präsentiert sich das Schutter mit einer herrlichen Trübung und orangegold leuchtend. Gekrönt wird es von einer außerordentlich prächtigen, cremigen und minimal beigen Schaumkrone. In der Nase vernehmen wir in erster Linie eine wunderbar fruchtige Note mit einer dezenten Hopfenaromatik und dazu einen Hauch süßlichen Malz.
Der Antrunk ist vollmundig, erfrischend und mit einer feinperligen Rezenz ausgestattet. Somit ist das Export hervorragend süffig. Der Gaumen erfreut sich an einer säuerlichen Frische die von fruchtigen Aromen und einer stimmigen Hopfenherbe unterstützt wird. Im Mund trägt die Hefetrübung zu einer angenehmen Cremigkeit bei! Der Abgang ist durchaus langanhaltend und klingt leicht herb und trocken aus. Da wird nicht lange zum nächsten Schluck gewartet!
Fazit: Hervorragendes Handwerk! Ein erfrischendes, fruchtig, cremiges und gut süffiges helles Export aus der Griesmüllers Altstadtbrauerei in Ingolstadt! Absolute Empfehlung von uns BavarianBeerDudes!
Wer in Niederbayern lebt, kommt an einer Brauerei eigentlich nicht vorbei, der Arcobräu aus Moos ist quasi eine Art niederbayerischer Augustiner-Bräu. Das Bier ist nahezu überall erhältlich, das Mooser-Liesl ist als direkte Konkurrenz zum Augustiner Hellen platziert und hat viele Fans. Abseits des bekannten Hellen gibt es noch viele anderen Biere im Angebot. Wir verkosten heute das Leichte Weissbier
Honigfarben und Blickdicht, fließt das Hefetrübe Weissbier in unseren Stutzen. Die opulente, feinporige und sahnige Schaumblume hält hervorragend und gibt auch nach mehreren Minuten kaum nach. Das Bukett ist bestimmt von der Hefearomatik mit dezenter Ester-Fruchtigkeit und etwas Nelke. Der Antrunk legt uns ein sehr weiches Weissbier mit milder Karbonisierung auf die Zunge. Es wird leicht fruchtig süß, dazu haben wir getreidige Noten und erneut ordentlich Hefe. Vom Mittelteil weg Richtung Abgang wird es etwas „dünner“, aber keinesfalls zu dünn oder gar wässrig! Und nein, es wertet das Leichte Weissbier auch in keinster Weise ab! Es macht sich eben einfach die Alkoholreduktion bemerkbar. Im hervorragend laufenden Abgang verspritzt das Bier noch eine erfrischende zitrale Note. Hinten raus klingt die Hefe fein aus.
Fazit: Ein wirklich süffiges Leichtes Weissbier vom Arcobräu von dem man sich gerne auch eine Halbe mehr einschenken kann. Handwerklich und Technisch gut gemacht, wird’s im kommenden Frühling und Sommer auf jeden Fall öfter geben!
Oberbayern, Pfaffenhofen an der Ilm, Müllerbräu! Hier verkosten wir heute das Dunkel. Im Willybecher präsentiert sich uns ein nahezu blank filtriertes mahagonifarbenes Dunkel. Gekrönt wird es von einer prächtigen, cremigen, absolut standfesten und leicht bräunlichen Schaumkrone. In der Nase vernehmen wir ein röstmalziges Bukett, mit Noten von Karamell, Schokolade, Nuss und einer dezenten Fruchtigkeit.
Der Antrunk ist vollmundig aber nicht zu überladen und mit einer angenehmen leicht erfrischenden Rezenz ausgestattet. Unser Gaumen erfreut sich ebenfalls an einem röstmalzigen Grundcharakter. Dunkle Malze, feine Schokolade, eine dezente Nussigkeit und etwas Restsüße gehen Hand in Hand und harmonieren bestens zusammen und machen das Dunkle angenehm süffig. Zum durchaus langanhaltendem Abgang hin, balanciert eine feine Hopfenbitter das Lager gekonnt aus, ohne dabei zu dominant zu werden.
Fazit: Tolle Malzfülle mit Röstaromen, eine dezente Fruchtigkeit und eine angenehme Hopfenbittere sorgen für ein super ausgewogenes klassisches bayerisches Dunkles Lager! Unbedingt probieren und Eure Einschätzung mitteilen! Klasse Produkt, absolute Weiterempfehlung und Applaus nach Pfaffenhofen!
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